Männliche B-Jugend » Sachsenliga · Saison 2022/2023

Unglücklicher Punktverlust

8. Spielttag | Samstag, 23. November 2019
VfB Eilenburg gegen HSV Weinböhla | 28:28 (19:14)

Veröffentlicht am Montag, 16. Dezember 2019 · Autor: Uta Büttner

Noch nie hatte der HSV gegen Eilenburg einen Punkt gewonnen. Diesmal war sogar ein Sieg zum Greifen nah.

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Kreisläufer Philipp Heyne in Aktion.

Die männliche B-Jugend des HSV Weinböhla wird das Handballjahr 2019 in der Sachsenliga in jedem Fall mit einem positiven Punktekonto beenden und damit so gut dastehen wie noch nie eine HSV-Mannschaft in der höchsten Spielklasse des Freistaates. Grundlage dafür war das 28:28 (14:19) beim VfB Eilenburg. Gegen die Gastgeber hatte der HSV bislang noch nie gut ausgesehen und zum Teil herbe Niederlagen kassiert. Und auch diesmal waren die Vorzeichen alles andere als gut. Wegen Verletzung beziehungsweise Krankheit konnten drei Spieler die Reise gar nicht erst antreten, vier weitere waren nach Infekten angeschlagen und mit Trainingsrückstand. Hinzu kommt, dass in Eilenburg ohne Haftmittel gespielt werden muss. Ein Umstand, der dem HSV in der Vergangenheit immer schwer zu schaffen machte.

Doch das Team von Trainer Martin Kovar ist mittlerweile gereift und lässt sich nicht mehr so leicht von Äußerlichkeiten ablenken. So wurde auch der schnelle 0:2-Rückstand weggesteckt. Es entwickelte sich eine temporeiche Partie mit Chancen und Toren auf beiden Seiten, wobei sich beim HSV Torhüter Konrad Rost mit mehreren Paraden hervortat. Das war auch wichtig denn gerade im Umkehrspiel hatten die Weinböhlaer in der ersten Halbzeit ihre Probleme. Und als ab der 16. Minute auch noch Unkonzentriertheiten zu technischen Fehlern führten, die der VfB gnadenlos bestrafte, musste man um den HSV bangen.

Kovar sprach in der Halbzeit die Fehler konsequent an und zeigte Lösungsmöglichkeiten. Zudem gelang es ihm, die Jungs neu zu motivieren. Und so starteten die Gäste eine überzeugende Aufholjagd, die nach 32 Minuten mit dem Ausgleich belohnt wurde. Danach lief man zwar immer wieder einem Rückstand hinterher, doch der betrug maximal zwei Tore und wurde immer wieder wettgemacht. Vier Minuten vor dem Ende ging der HSV in Führung und bog 1:20 Minuten vor dem Ende mit einer Zwei-Tore-Führung sogar auf die Siegerstraße ein. Die Gastgeber setzten alles auf eine Karte, operierten mit kompletter Manndeckung und hatten schließlich zwei Sekunden vor dem Schlusspfiff noch Erfolg, als ein Abpraller einem VfB-Spieler in die Hände fiel und dieser zum Ausgleich verwandelte.

Die Enttäuschung war den HSV-Jungs ins Gesicht geschrieben. Dennoch muss man resümieren, dass das Unentschieden in Ordnung geht. Beide Teams erwiesen sich als gleichstark, auch wenn sie völlig unterschiedliche Spielsysteme verfolgen. Im letzten Spiel des Jahres am 14. Dezember in eigener Halle gegen den HSV Dresden können die Weinböhlaer die erste Halbserie krönen und mit einem Sieg eine Platzierung unter den besten vier perfekt machen.

Der HSV spielte mit: Franz Horn, Konrad Rost (beide Tor), Ben Leuteritz (10), Philipp Heyne (6), Carlos Lorenz (6), Simon Voß (3), Felix Büttner (2), Luca Schumann (1), Sebastian Damme, Linus Durold, Ron Karnatz, Artur Steinike