Männliche B-Jugend » Sachsenliga · Saison 2022/2023

Lähmender Respekt

13. Spieltag | Sonntag, 1. März 2020
HSV Weinböhla gegen SC DHfK Leipzig | 26:27 (11:15)

Veröffentlicht am Sonntag, 22. März 2020 · Autor: Uta Büttner

Für den HSV Weinböhla geht es um einen Platz in der Spitzengruppe der Sachsenliga. Da erste Top-Spiel der Rückrunde geht allerdings verloren.

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Die männliche B-Jugend des HSV Weinböhla hat das erste von fünf „Endspielen“ um einen Platz unter den besten Drei der Sachsenliga verloren. Gegen den SC DHfK Leipzig musste sich die Truppe von Trainer Martin Kovar unglücklich mit 26:27 (11:15) geschlagen geben, bleibt aber weiterhin Zweiter. Mit der Niederlage endete zudem eine fast fünfmonatige Serie von ungeschlagenen Punktspielen.

Gegen die Leipziger, bei denen man in der Hinrunde einen Punkt erkämpft hatte, wollte der HSV seine gewonnene Reife unter Beweis stellen, auch wenn man ersatzgeschwächt in die Partie gehen musste. Im Training hatte man größeren Wert auf das Abwehrverhalten gelegt, doch davon war in den ersten 20 Minuten nicht viel zu sehen. Das Team wirkte fahrig und unkonzentriert, der Respekt vor dem großen Namen des Kontrahenten schien einige Leistungsträger förmlich zu lähmen. Die Folge waren leichte Ballverluste nach Fangfehlern, unkonzentrierte Abschlüsse und eine beginnende Resignation. Erst in den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit kam mit einigen guten Aktionen die Selbstsicherheit und der Glauben an das eigene Können zurück, der Rückstand hielt sich mit vier Toren in Grenzen.

Trainer Kovar analysierte in der Pause ausgesprochen lang die Fehler, redete seine Schützlinge wieder stark und hatte damit Erfolg. Der HSV kam wie ausgewechselt aus der Kabine. Die Gäste wurden förmlich überrannt. Vier Minuten brauchte der HSV bis zum Gleichstand, wobei dem SC DHfK in dieser Zeit kein eigener Treffer gelang. Weitere vier Minuten danach gingen die Gastgeber sehr zur Freude der nun begeisterten Zuschauer beim 18:17 erstmals in Führung und diktierten auch danach das Geschehen. Nach 41 Minuten schaffte der HSV sogar die einzige Zwei-Tore-Führung (23:21).

Dann aber plötzlich riss wieder der Spielfaden. Zwei Fehlwürfe führten zum Ausgleich und schließlich zur Gästeführung. Und diese gaben die Leipziger in der turbulenten Schlussminute mit zwei Auszeiten nicht mehr her. Anders als in Leipzig führte die letzten HSV-Aktion nicht mehr zum durchaus verdienten Ausgleich.

Fazit: Die Weinböhlaer müssen sich in der Sachsenliga vor keinem Gegner verstecken. Angst vor großen Namen ist völlig unangebracht. Das Team muss viel mehr versuchen, dem Kontrahenten von der ersten Minute an sein Spiel aufzuzwingen und dabei die durchaus vorhandene Klasse demonstrieren. Die zweite Halbzeit muss der Maßstab für die weiteren Begegnungen sein.

Der HSV spielte mit: Lucas Schmidt, Konrad Rost (beide Tor), Carlos Lorenz (9), Ben Leuteritz (7/3), Simon Voss (4), Philipp Heyne (3), Felix Büttner (2), Ron Karnatz (1), Sebastian Damme, Linus Durold, Franz Horn, Philipp Schöbel