Männliche B-Jugend » Sachsenliga · Saison 2022/2023

Respektabler Auftritt

Qualifikation zur Mitteldeutschen Bestenermittlung | Sonntag, 19. Januar 2020
HSV Weinböhla gegen NSG EHV/Nickelhütte Aue, SC DHfK Leipzig und HC Elbflorenz

Veröffentlicht am Freitag, 24. Januar 2020 · Autor: Uta Büttner

Erstmals nahm eine HSV-Mannschaft an der Qualifikation für die Mitteldeutsche Bestenermittlung teil. Trotz dreier Niederlagen war das Turnier ein Erfolg.

web_20200119_181400

Das Team: Foto: Uta Büttner

Nicht gesiegt und doch gewonnen: Die männliche B-Jugend des HSV Weinböhla hat bei ihrer ersten Teilnahme an der Qualifikation zur Mitteldeutschen Meisterschaft überzeugt und sich für ihren couragierten Auftritt in der Dresdner BallsportArena viel Lob verdient und neue Sympathien erarbeitet. Das Team von Trainer Martin Kovar musste gegen die am Viererturnier teilnehmenden Leistungszentren NSG EHV/Nickelhütte Aue (19:21), SC DHfK Leipzig (11:29) und HC Elbflorenz 2006 Dresden (30:22) zwar ausnahmslos Niederlagen einstecken, doch war der Auftritt eines Turnierteilnehmers würdig.

Besonders gegen Aue glänzte das im Gegensatz zu den drei Hochkarätern lediglich mit zwölf Spielern – darunter drei Torhüter – angereiste HSV-Team. Der große Favorit aus dem Erzgebirge traute ob der Spielstärke und Kampfkraft der Weinböhlaer seinen Augen nicht und war zeitweise völlig verunsichert. Ein exzellent haltender Lucas Schmidt im Tor raubte ihnen den Nerv. Egal, was Aue machte, der HSV hatte zumeist eine Lösung parat und führte in der auf zwei mal 20 Minuten angesetzten Begegnung nach 29 Minuten mit drei Treffern (16:13). Aue stellte auf eine komplett offensive Deckung um, was den Spielfaden des HSV reißen ließ. Vier Minuten lang gelang kein eigener Treffer, die Erzgebirger kamen Tor um Tor heran und schafften beim 18:18 vier Minuten vor dem Ende der Ausgleich. Als Philipp Heyne beim 19:19 in der 39. Minute eine Zwei-Minuten-Strafe erhielt und Aue den folgenden Strafwurf verwandelte, war das die Vorentscheidung. In Unterzahl gelang der in jedem Fall verdiente Ausgleich nicht mehr.

Die HSV-Jungs waren niedergeschlagen und deprimiert. Kovar versuchte zwar, sie in der 25-minütigen Pause bis zum DHfK-Spiel aufzumuntern und neu zu motivieren, doch der Dampf war erst einmal raus. Zumal die Leipziger gewarnt waren und von der ersten Minute an keinerlei Zweifel darüber aufkommen ließen, wer der Sieger sein wird. Um bei dem kräftezehrenden Programm einige Körner zu sparen, wechselte Kovar munter durch, sodass alle Spieler ihre Einsatzzeiten bekamen. Dabei konnten sie erleben, wie groß der Unterschied zwischen einem Leistungszentrum und einem kleinen Verein ist. Eine Erfahrung, die vielleicht auch positive Wirkung haben kann.

Gegen den HC Elbflorenz, der noch ungeschlagen die Sachsenliga-Tabelle anführt, versuchten die Weinböhlaer noch einmal alles. Erneut konnten sie sich dabei auf den glänzend aufgelegten Lucas Schmidt verlassen. Bis zur Pause reichten die letzten Kräfte beim HSV und man führte mit 14:13. Dann aber stellte auch Elbflorenz auf eine komplette Manndeckung um. Das war angesichts der zuvor bereits absolvierten 100 Spielminuten zu viel. Der HSV ging wortwörtlich stehend k.o.

Was bleibt, sind viele wertvolle Erfahrungen, die die Kovar-Schützlinge noch in der Kabine selbst benannten. Kondition und Kraft waren zwei immer wiederkehrende Schlagwörter. Dinge, die durch ein noch intensiveres Trainingspensum aufzuholen sind. Die Erkenntnis, dass man Aue am Rand einer Niederlage hatte und auch gegen Elbflorenz lange Zeit auf Augenhöhe war, sind für das Selbstbewusstsein gut und wichtig. Vor allem aber auch, dass man als Team zu keinem Zeitpunkt auseinanderfiel und mit Kampf ordentlich dagegen hielt, sollte für die anstehenden Aufgaben Mut machen.

Der HSV spielte mit: Franz Horn, Konrad Rost, Lucas Schmidt (alle Tor), Carlos Lorenz (14), Ben Leuteritz (12/2), Luca Schumann (10/5), Philipp Heyne (8), Ron Karnatz (4), Alwin Nitsche (2), Simon Voss (2), Sebastian Damme, Linus Duroldt