Männliche A-Jugend » Sachsenliga · Saison 2022/2023

Die richtigen Lehren gezogen

2. Spieltag | Samstag, 10. Oktober 2020
HSV Weinböhla gegen VfB Eilenburg | 35:27 (19:16)

Veröffentlicht am Dienstag, 13. Oktober 2020 · Autor: Uta Büttner

Der VfB Eilenburg war schon immer ein Konkurrent auf Augenhöhe. Nach der Auftaktpleite in Dresden kam der Gegner für eine richtige Standortbestimmung genau zur rechten Zeit.

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Dieser Sieg war enorm wichtig. Nach Sachsenliga-Auftaktniederlage der männlichen A-Jugend beim HSV Dresden wusste niemand beim HSV Weinböhla so recht, wo die neue A-Jugend wirklich steht. Der VfB Eilenburg, ein Gegner, der ähnliche Ambitionen hat wie das Team von Trainer Martin Kovar, und der auch als eingespieltes Team in die A-Jugend aufgerückt ist, sollte als Standortbestimmung dienen. Und der HSV bestand diesen Test. Beim 35:27 (19:16) waren viele von den Tugenden wieder sichtbar, die der Mannschaft in der vergangenen Spielzeit Platz zwei in der B-Jugend-Sachsenliga eingebracht hatten.

So deutlich wie es das Ergebnis aussagt, war der Spielverlauf jedoch nicht. In der Anfangsviertelstunde wankte das Geschehen hin und her. Zwar gab es für die Gäste im gesamten Spiel keine einzige Führung, aber einige Zwei-Tore-Rückstände holten sie immer wieder auf. Erst nach einer Auszeit beim 10:9 und einigen taktischen Änderungen bekam der HSV die Partie in den Griff. Der Vorsprung wuchs und damit kam immer mehr Sicherheit in die Aktionen der Gastgeber.

Auffällig war dies insbesondere im Angriff. Dieser hatte bei der Niederlage in Dresden kaum Land gesehen. Diesmal lief es – auch dank der speziellen Trainingsarbeit in der Woche – viel besser. Spielzüge funktionierten, die dafür notwendige Laufbereitschaft war da, die Wurfqualität und -effektivität waren hoch. Auch die Abwehr stellte sich im Spielverlauf immer besser auf die schnell vorgetragenen Angriffe des VfB ein, wirkte sortiert und konzentriert. Hinzu kam, dass Torhüter Lucas Schmidt trotz Verletzung eine starke Leistung bot und vornehmlich in der zweiten Halbzeit den Gästen immer häufiger den Schneid abkaufte.

In einer Auszeit sieben Minuten vor dem Ende beim Stand von 31:27 wurde die Taktik noch einmal verändert. Anstatt mit langen Angriffen das Ergebnis über die Zeit zu bringen, wurden das Tempo und der Druck auf die gegnerische Deckung noch einmal erhöht. Mit dem Ergebnis, dass der HSV noch viermal traf, während das eigene Tor sauber gehalten wurde.

Diese Leistung sollte zum Maßstab werden. Die Kovar-Schützlinge wissen nun, was sie wirklich drauf haben und sind in der höheren Altersklasse angekommen.

 

Der HSV spielte mit: Lucas Schmidt, Theo Schrader (beide Tor),  Carlos Lorenz (11), Philipp Heyne (10), Luca Schumann (7), Ron Karnatz (5), Ben Leuteritz (1), Simon Voß (1), Felix Büttner, Linus Duroldt, Florens Mähler, Lukas Menzel, Alwin Nitsche, Philipp Schöbel