Männliche A-Jugend » Sachsenliga · Saison 2020/2021

Die richtigen Lehren gezogen

2. Spieltag | Samstag, 10. Oktober 2020
HSV Weinböhla gegen VfB Eilenburg | 35:27 (19:16)

Veröffentlicht am Dienstag, 13. Oktober 2020 · Autor: Uta Büttner

Der VfB Eilenburg war schon immer ein Konkurrent auf Augenhöhe. Nach der Auftaktpleite in Dresden kam der Gegner für eine richtige Standortbestimmung genau zur rechten Zeit.

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Dieser Sieg war enorm wichtig. Nach Sachsenliga-Auftaktniederlage der männ­li­chen A-Jugend beim HSV Dresden wusste niemand beim HSV Weinböhla so recht, wo die neue A-Jugend wirklich steht. Der VfB Eilenburg, ein Gegner, der ähnliche Ambi­tionen hat wie das Team von Trainer Martin Kovar, und der auch als einge­spieltes Team in die A-Jugend aufge­rückt ist, sollte als Stand­ort­be­stim­mung dienen. Und der HSV bestand diesen Test. Beim 35:27 (19:16) waren viele von den Tugenden wieder sichtbar, die der Mann­schaft in der vergan­genen Spielzeit Platz zwei in der B-Jugend-Sachsenliga einge­bracht hatten.

So deutlich wie es das Ergebnis aussagt, war der Spiel­ver­lauf jedoch nicht. In der Anfangs­vier­tel­stunde wankte das Geschehen hin und her. Zwar gab es für die Gäste im gesamten Spiel keine einzige Führung, aber einige Zwei-Tore-Rückstände holten sie immer wieder auf. Erst nach einer Auszeit beim 10:9 und einigen takti­schen Ände­rungen bekam der HSV die Partie in den Griff. Der Vorsprung wuchs und damit kam immer mehr Sicher­heit in die Aktionen der Gastgeber.

Auffällig war dies insbe­son­dere im Angriff. Dieser hatte bei der Nieder­lage in Dresden kaum Land gesehen. Diesmal lief es – auch dank der spezi­ellen Trai­nings­ar­beit in der Woche – viel besser. Spielzüge funk­tio­nierten, die dafür notwen­dige Lauf­be­reit­schaft war da, die Wurf­qua­lität und -effek­ti­vität waren hoch. Auch die Abwehr stellte sich im Spiel­ver­lauf immer besser auf die schnell vorge­tra­genen Angriffe des VfB ein, wirkte sortiert und konzen­triert. Hinzu kam, dass Torhüter Lucas Schmidt trotz Verlet­zung eine starke Leistung bot und vornehm­lich in der zweiten Halbzeit den Gästen immer häufiger den Schneid abkaufte.

In einer Auszeit sieben Minuten vor dem Ende beim Stand von 31:27 wurde die Taktik noch einmal verändert. Anstatt mit langen Angriffen das Ergebnis über die Zeit zu bringen, wurden das Tempo und der Druck auf die gegne­ri­sche Deckung noch einmal erhöht. Mit dem Ergebnis, dass der HSV noch viermal traf, während das eigene Tor sauber gehalten wurde.

Diese Leistung sollte zum Maßstab werden. Die Kovar-Schützlinge wissen nun, was sie wirklich drauf haben und sind in der höheren Alters­klasse ange­kommen.

 

Der HSV spielte mit: Lucas Schmidt, Theo Schrader (beide Tor),  Carlos Lorenz (11), Philipp Heyne (10), Luca Schumann (7), Ron Karnatz (5), Ben Leuteritz (1), Simon Voß (1), Felix Büttner, Linus Duroldt, Florens Mähler, Lukas Menzel, Alwin Nitsche, Philipp Schöbel