Männliche B-Jugend » Sachsenliga · Saison 2019/20

Ein Spiel voller Erkenntnisse

2. Spieltag | Samstag, 10. Oktober
HSV Weinböhla gegen HSV Dresden  | 17:27 (8:13)

Veröffentlicht am Dienstag, 13. Oktober 2020 · Autor: Uta Büttner

Die B-Jugend des HSV Weinböhla ist sehr unsanft gelandet. Im ersten Heimspiel gab es eine Pleite. Die wichtigste Erkenntnis: Es wartet jede menge Arbeit.

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So hatte sich die männliche B-Jugend den Heim­auf­takt in der Sach­sen­liga nicht vorge­stellt. Nach dem über­ra­schenden Sieg in Hoyers­werda sollte auch der favo­ri­sierte HSV Dresden geärgert werden. Das ging beim 17:27 (8:13) aber gründlich daneben. Und die Ursachen dafür waren in erster Linie im eigenen Team zu suchen.

Dass die Dresdner mit ihrer einge­spielten Mann­schaft den technisch feineren Handball spielen würden, war von vorn­herein klar. Dass  die Schütz­linge von Trainer Martin Kovar dafür aber überhaupt keine Lösungen parat haben würden, eher nicht. Sah es in der Deckung noch eini­ger­maßen ordent­lich aus, ging nach vorn überhaupt nichts. Alibi-Pässe, tech­ni­sche Fehler, unmo­ti­vierte Abschlüsse, Angst vor dem Spiel eins gegen eins – die Mängel­liste ist lang. Das zwischen­zeit­liche 1:1 nach 45 Sekunden war der einzige Ausgleich. Bis zum zweiten Treffer dauerte es dann sieben Minuten. Vom 6:8 (17.) an gerieten die Gastgeber auf die Verlie­rer­straße.

Auch, weil man wegen Herun­ter­stel­lungen 14 Minuten in Unterzahl spielen musste. Dies nutzten die Dresdner zu sechs Treffern. Im Gegenzug waren es erneut in erster Linie Einzel­ak­tionen des agilen Florens Mähler, die eine derbere Pleite verhin­derten und das Ergebnis in Grenzen hielten. Einmal mehr zeigte sich, dass die Wein­böhlaer noch nicht einge­spielt sind.

Um das zu ändern, muss im Training mehr Aktivität gezeigt werden. Dass fängt bereits mit der Anwe­sen­heit an. Faden­schei­nige Begrün­dungen für Nicht­teil­nahmen sollten spätes­tens jetzt der Vergan­gen­heit angehören. Um als Team zusam­men­zu­wachsen, muss man auch gemeinsam trai­nieren. Blindes Verständnis für Laufwege und Pässe kommen nicht, wenn man sich einmal pro Woche zum Spiel trifft. Jeder Spieler muss sich beim Trainer durch Trai­nings­leis­tungen anbieten, damit dieser Alter­na­tiven für die Besetzung der Posi­tionen bekommt. Gleich­zeitig heißt es aber auch für jeden einzelnen, im Team Verant­wor­tung zu über­nehmen. Auch die dafür notwen­dige Selbst­si­cher­heit holt man sich in der Arbeit zwischen den Spielen.

Noch ist nichts passiert. Um aber den ange­strebten sicheren Mittel­feld­platz tatsäch­lich zu erreichen, war diese Nieder­lage viel­leicht ein Warn­schuss zur richtigen Zeit.

Der HSV spielte mit: Franz-Frederic Horn, Theo Schrader (beide Tor), Florens Möhler (11/3), Alwin Nitsche (2), Martin Bachmazky (1), Felix Büttner (1), Lukas Menzel (1), Philipp Schöbel (1), Sebastian Damme, Linus Duroldt, Tom Krause, Robin Riedel