Männliche B-Jugend » Sachsenliga · Saison 2022/2023

Ein Spiel voller Erkenntnisse

2. Spieltag | Samstag, 10. Oktober
HSV Weinböhla gegen HSV Dresden  | 17:27 (8:13)

Veröffentlicht am Dienstag, 13. Oktober 2020 · Autor: Uta Büttner

Die B-Jugend des HSV Weinböhla ist sehr unsanft gelandet. Im ersten Heimspiel gab es eine Pleite. Die wichtigste Erkenntnis: Es wartet jede menge Arbeit.

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So hatte sich die männliche B-Jugend den Heimauftakt in der Sachsenliga nicht vorgestellt. Nach dem überraschenden Sieg in Hoyerswerda sollte auch der favorisierte HSV Dresden geärgert werden. Das ging beim 17:27 (8:13) aber gründlich daneben. Und die Ursachen dafür waren in erster Linie im eigenen Team zu suchen.

Dass die Dresdner mit ihrer eingespielten Mannschaft den technisch feineren Handball spielen würden, war von vornherein klar. Dass  die Schützlinge von Trainer Martin Kovar dafür aber überhaupt keine Lösungen parat haben würden, eher nicht. Sah es in der Deckung noch einigermaßen ordentlich aus, ging nach vorn überhaupt nichts. Alibi-Pässe, technische Fehler, unmotivierte Abschlüsse, Angst vor dem Spiel eins gegen eins – die Mängelliste ist lang. Das zwischenzeitliche 1:1 nach 45 Sekunden war der einzige Ausgleich. Bis zum zweiten Treffer dauerte es dann sieben Minuten. Vom 6:8 (17.) an gerieten die Gastgeber auf die Verliererstraße.

Auch, weil man wegen Herunterstellungen 14 Minuten in Unterzahl spielen musste. Dies nutzten die Dresdner zu sechs Treffern. Im Gegenzug waren es erneut in erster Linie Einzelaktionen des agilen Florens Mähler, die eine derbere Pleite verhinderten und das Ergebnis in Grenzen hielten. Einmal mehr zeigte sich, dass die Weinböhlaer noch nicht eingespielt sind.

Um das zu ändern, muss im Training mehr Aktivität gezeigt werden. Dass fängt bereits mit der Anwesenheit an. Fadenscheinige Begründungen für Nichtteilnahmen sollten spätestens jetzt der Vergangenheit angehören. Um als Team zusammenzuwachsen, muss man auch gemeinsam trainieren. Blindes Verständnis für Laufwege und Pässe kommen nicht, wenn man sich einmal pro Woche zum Spiel trifft. Jeder Spieler muss sich beim Trainer durch Trainingsleistungen anbieten, damit dieser Alternativen für die Besetzung der Positionen bekommt. Gleichzeitig heißt es aber auch für jeden einzelnen, im Team Verantwortung zu übernehmen. Auch die dafür notwendige Selbstsicherheit holt man sich in der Arbeit zwischen den Spielen.

Noch ist nichts passiert. Um aber den angestrebten sicheren Mittelfeldplatz tatsächlich zu erreichen, war diese Niederlage vielleicht ein Warnschuss zur richtigen Zeit.

Der HSV spielte mit: Franz-Frederic Horn, Theo Schrader (beide Tor), Florens Möhler (11/3), Alwin Nitsche (2), Martin Bachmazky (1), Felix Büttner (1), Lukas Menzel (1), Philipp Schöbel (1), Sebastian Damme, Linus Duroldt, Tom Krause, Robin Riedel