Männliche A-Jugend » Sachsenliga · Saison 2021/2022

Lehrstunde zum Saisonauftakt

1. Spieltag | Samstag, 3. Oktober 2020
HSV Dresden gegen HSV Weinböhla | 33:17 (14:5)

Veröffentlicht am Dienstag, 13. Oktober 2020 · Autor: Uta Büttner

Bei einem starken Gegner will die neue A-Jugend des HSV Weinböhla an die Erfolge der vergangenen Saison anschließen. Das misslingt gründlich.

Männliche A-Jugend, Sachsenliga, HSV Weinböhla, Saison 2020/2021

Männliche A-Jugend, Sachsenliga, HSV Weinböhla, Saison 2020/2021

Der Unter­schied zwischen A- und B-Jugend ist gewaltig. Diese Erfahrung musste die neue A des HSV Weinböhla beim Sachsenliga-Saisonauftakt beim HSV Dresden machen. Nicht nur das Ergebnis von 17:33 (5:14) spricht eine deutliche Sprache. Der gesamte Spiel­ver­lauf wurde für das Team von Trainer Martin Kovar zu einem Lehrstück, wie es in dieser Alters­klasse zugehen kann.

Die Wein­böhlaer, nahezu identisch mit der Mann­schaft, die im vergan­genen Spieljahr in der B-Jugend sensa­tio­nell Platz zwei in der Sach­sen­liga erreicht hatte, sah sich einem schon körper­lich über­le­genen Gegner gegenüber, der zudem in seiner Stamm­for­ma­tion ein Jahr älter war. Diesen Vorteil in Sachen Körper­größe und Stäm­mig­keit machten sich die Gastgeber besonders in der Abwehr  zunutze. Geschickt und schnell machten sie die Räume zu, hielten den Wein­böhlaer Rückraum weit genug vom Kreis weg und blockten dadurch Sprung­würfe aus nun größerer Distanz relativ problemlos. Was dennoch durch kam, wurde zu einer Beute des sehr gut reagie­renden Dresdner Torhüters. So erklärt sich auch, dass die Gäste ihren ersten Saison­treffer in der 13 Minute(!)  über den Kreis landeten, den zweiten als eine Art Blaupause zehn Minuten später. Da war die Partie beim 2:10 bereits vorent­schieden.

Die fehlende Krea­ti­vität, das fehlende Tempo und mit zuneh­mender Spielzeit auch die Ratlo­sig­keit führten schließ­lich zu der auch in dieser Höhe verdienten Nieder­lage. Dass es kein Debakel wurde, lag an der über weite Strecken eini­ger­maßen gut arbei­tenden Deckung, wenn­gleich die lange nicht so effektiv spielte wie die des Gegners. Erschwe­rend kam hinzu, dass sich Torhüter Lucas Schmidt bereits beim Warm­ma­chen verletzte, es trotzdem versuchte, aber nach zehn Minuten von der Platte musste. Sein Vertreter Konrad Rost parierte nach der Pause drei Sieben­meter und sorgte mit einigen weiteren Paraden dafür, dass sich die Nieder­lage in Grenzen hielt. Fehler­frei war er wie jeder andere im Wein­böhlaer Team aber auch nicht.

Die Nieder­lage wirft die Kovar-Schützlinge nicht um. Als Mann­schaft sind sie gefestigt. Das bewiesen sie, in dem sie bis zum Abpfiff gegen­hielten, sich nicht ihrem Schicksal ergaben oder  sich gegen­seitig Vorwürfe machten. Es kommt bei den nächsten Partien vor allem darauf an, sich wieder der spie­le­ri­schen Mittel und des Tempo­hand­balls zu besinnen, mit denen man in der vorigen Saison die Konkur­renz beein­druckt und auch aushe­belte. In der Deckungs­ar­beit sollte noch inten­siver gerdet, verschoben und übergeben werden. Denn es muss durchaus damit gerechnet werden, dass auch andere Gegner körper­liche Vorteile haben werden.

Der HSV spielte mit: Konrad Rost, Lucas Schmidt (beide Tor), Philipp Heyne (8), Ben Leuteritz (4/1), Luca Schumann (3), Carlos Lorenz (2), Felix Büttner, Sebastian Damme, Linus Duroldt, Lukas Menzel, Alwin Nitsche, Simon Voß