Männliche B-Jugend » Sachsenliga · Saison 2019/20

Überraschungssieg zum Saisonstart

1. Spieltag | Sonntag, 4. Oktober 2020
LHV Hoyerswerda gegen HSV Weinböhla  | 18:22 (8:9)

Veröffentlicht am Dienstag, 13. Oktober 2020 · Autor: Uta Büttner

Ohne echte Standortbestimmung reist die neuformierte B-Jugend nach Hoyerswerda. Eine starke Mannschaftsleistung führt zum unerwarteten Erfolg.

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Dieser 22:18 (9:8)-Erfolg der neufor­mierten B-Jugend des HSV Weinböhla beim LHV Hoyers­werda zum Sachsenliga-Saisonstart kam über­ra­schend. Ohne eine echte Heraus­for­de­rung in der Vorbe­rei­tung – ein gewon­nenes Testspiel gegen den Bezirks­li­gisten aus Waldheim zu Beginn des inten­si­veren Trai­nings­be­triebes und eine klare Nieder­lage beim Liga­kon­kur­renten Görlitz, zu dem man ersatz­ge­schwächt und nur dank der schnellen freund­li­chen Unter­stüt­zung durch das Mercedes-Autohaus Widmann in Meißen reisen konnte – waren die einzigen Test­be­geg­nungen. Und so wusste Trainer Martin Kovar nur bedingt, was die Mann­schaft tatsäch­lich drauf hat. Einiges, lautet eine erste vorsich­tige Einschät­zung. Die Jungs um den vom HC Elbflo­renz zurück­ge­kehrten Florens Mähler können durchaus in der Liga mithalten, wenn­gleich eine Erfolgs­serie wie die in der vorigen Saison mit Rang zwei ins Reich der Illu­sionen verwiesen werden muss.

In Hoyers­werda traf man auf einen Gegner, der zum großen Teil ein Jahr jünger war als die HSV-Stammsieben, zudem mit einigen C-Jugendlichen aufge­füllt war. Dieser hatte zwar eine hohe hand­bal­le­ri­sche Qualität, war aber körper­lich aussichtslos unter­legen. Würfe aus der Distanz wurden zumeist eine Beute des sich noch nicht einmal besonders anzu­stren­genden Wein­böhlaer Blocks. Insgesamt zeigte der HSV eine sehr enga­gierte Abwehr­leis­tung, kämpfte um die Bälle, ohne dabei unfair zu sein. Aussa­ge­kräftig ist dabei die Tatsache, dass der LHV nicht einen Sieben­meter zuge­spro­chen bekam. Zudem zeigten beide Torhüter – Theo Schrader und Franz-Frederic Horn – starke Paraden und waren damit sichere Rückhalte.

Im Angriffs­spiel gibt es dagegen noch viel Luft nach oben. Nur selten kam es durch einstu­dierte Varianten zu Chancen und Torer­folgen. Vielmehr waren es oft Einzel­ak­tionen, die entweder durch Schnel­lig­keit und Finten­reichtum (Florens Mähler) oder durch das kraft­volle Einsetzen des Körpers (Alwin Nitsche) zum Erfolg führten. Das funk­tio­nierte gegen diese junge uner­fahren Mann­schaft, andere Gegner dürften das aber nicht zulassen. Zudem muss an der Wurf­ef­fek­ti­vität gear­beitet werden, zuviele Würfe aus dem Rückraum fanden nicht das Ziel.

Bemer­kens­wert war, dass sich die aus der C-Jugend aufge­rückten Spieler bei ihren Einsätzen gut in die Mann­schaft inte­grierten und selbst Akzente setzten. Wenn sie ihren Entwicklungs- und Lern­pro­zess  durch Trai­nings­fleiß weiter fort­setzen, hat Kovar früh­zeitig verschie­dene Alter­na­tiven.  Und die braucht es, um auch gegen die kommenden stärkeren Kontra­henten mit- und gegen­halten zu können. Der Auftakt, der dem Team Selbst­ver­trauen verleihen sollte, ist gemacht. Über­be­werten darf man den Erfolg, auch wenn er über­ra­schend kam, aller­dings nicht.

 

Der HSV spielte mit: Franz-Frederic Horn, Theo Schrader (beide Tor), Florens Mähler (13/4), Alwin Nitsche (4/1), Felix Büttner (3), Sebastian Damme (1), Lukas Menzel (1), Martin Bachmazky, Linus Duroldt, Tom Krause, Philipp Schöbel