1. Frauenmannschaft » Verbandsliga Staffel Ost · Saison 2020/2021

Ernüchternder Heimspieltag

2. Spieltag | Samstag, 3. Oktober 2020
HSV Weinböhla gegen SG Germania Zwenkau | 22:30 (11:13)

Veröffentlicht am Dienstag, 6. Oktober 2020 · Autor: Dirk Rostig

Ein eher ernüchterndes Wochenende liegt hinter den Weinböhlaer Handballern. Sowohl die Verbandsliga-Frauen als auch die Sachsenliga-Männer hatten sich für den Spieltag mehr erhofft, am Ende konnten sich nur die Frauen über einen Punkt freuen.

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Denn ob es für die Frauen ein gewon­nener oder ein verlo­rener Punkt ist, bleibt am Ende offen. Die Partie gegen den Aufsteiger MSV Dresden startete zäh, vor allem zu Beginn domi­nierten die Abwehr­reihen. Zwischen der 12. (3:3) und der 21. Minute (9:3) hatten die Gast­ge­be­rinnen mit einem 6:0-Lauf ihre stärkste Phase. Die Seiten wurden beim Stand von 12:8 gewech­selt. Doch bereits sechs Minuten nach Wieder­an­pfiff musste Trainer Eric Kramer seine Damen aller­dings zum Gespräch bitten, nachdem die Dresd­ne­rinnen den Ausgleich erzielten (13:13). Die Führung gaben die Wein­böhlae­rinnen zwar nicht aus der Hand, doch der Aufsteiger blieb in Schlag­d­i­stanz. Und in den letzten 15 Sekunden, die der HSV in Unterzahl und nicht in Ball­be­sitz über­stehen musste, hatten die Dresd­ne­rinnen sogar die Chance auf den Führungs­treffer. Doch am Ende blieb es bei einem 21:21-Unentschieden.

Die Kovar-Sieben wollte im Anschluss an den starken Heim­auf­tritt vor zwei Wochen anknüpfen, als gegen den Zwönitzer HSV ein deut­li­cher Auftakt­sieg gefeiert werden konnte. Aller­dings war mit der SG Germania Zwenkau der spiel­starke Vorjah­res­vierte Gast und nach sechzig gespielten Minuten macht sich Ernüch­te­rung breit. Co-Trainer Nils Gäbler fasst das Spiel kurz und prägnant zusammen: »Wir sind nie in die Partie gekommen, haben nicht zu unserem Spiel gefunden.« So lief der HSV von Beginn an einem Rückstand hinterher, konnte maximal ausglei­chen (4:4/8., 6:6/16. und letzt­malig beim 8:8/23.). Die Rand­leip­ziger nutzten jeden Fehler der Wein­böhlaer und davon leisteten sie sich heute einfach zu viele. So ging es mit einem 11:13-Rückstand in die Pause.

In den zweiten dreißig Minuten dann ein ähnliches Bild: Dem HSV fehlte der Druck aus dem Rückraum und tech­ni­sche Fehler oder zu schnell abge­schlos­sene Angriffe münzten die Gäste in einfache Tore um. Am Ende sollten es gut zwanzig tech­ni­sche Fehler sein. So kassierte der HSV mit 22:30 eine ernüch­ternde Nieder­lage. »Unsere beiden Torhüter hatten heute nicht ihren besten Tag und eigent­lich erreichte nur Tim-Philip Jurgeleit (9 Tore) Normal­form. Hinzu kommt Danny Nguyen, der in der ersten Halbzeit seine Sachen sehr gut machte und zwei Tore erzielte«, so Co-Trainer Nils Gäbler nach dem Spiel. Und er ergänzt: »Wir haben die Woche über eine Menge Arbeit vor uns. Immerhin müssen wir nächsten Samstag zum Tabel­len­führer, SG LVB, nach Leipzig. Deswegen werden wir das Spiel auswerten, Aufbau­ar­beit leisten und nächste Woche neu angreifen um so lange wie möglich mitzu­halten.«

Am kommenden Wochen­ende wird es also für beide HSV-Mannschaften nicht einfacher. Während die Männer nach Leipzig müssen, werden die Frauen vom Aufstiegs­mit­fa­vo­riten, den Frauen des SSV Heidenau erwartet. Diese kassierten eine über­ra­schend deutliche 25:17-Niederlage gegen die Sport­freunde 01 Dresden am ersten Spieltag und hatten seitdem spielfrei.

Der HSV spielte mit: Martin Dietze und Gino Löffler im Tor; Danny Nguyen (2), Andre Häberer (3), Marcel Weig (1), Felix Just (4), Robin Gaida (1), Steve Horky, Steve Faerber (1), Lars Grießbach (1)), Denny Mertig, Tim-Philip Jurgeleit (9), Rene Boese, Tommy Schurzmann