1. Männermannschaft » Sachsenliga · Saison 2022/2023

Mit drei jungen Spielern zum Sieg

10. Spieltag | Samstag, 2. April 2022
HSV Dresden – HSV Weinböhla | 24:26 (14:13)

Veröffentlicht am Sonntag, 3. April 2022 · Autor: Uta Büttner

In der zehnten und damit vorletzten Partie dieser Sachsenliga-Saison haben die Männer des HSV Weinböhla erneut gesiegt.

Felix Marx

Ein durchwachsenes Spiel mit vielen vergebenen Chancen – aber mit sehenswerten Aktionen verdient gewonnen. So präsentierten sich die Männer des HSV Weinböhla am Samstag beim HSV Dresden in der zehnten und damit vorletzten Partie der Handball-Sachsenliga mit ihrem 26:24 (13:14)-Sieg. Damit bleiben sie mit 14:6 Zählern weiterhin auf dem zweiten Tabellenplatz, hinter dem Zwickauer HC Grubenlampe (18:2).

Die Vorbereitung war erneut nicht optimal. Trainer Martin Kovar konnte krankheitsbedingt das Training nicht leiten, Co-Trainer Nils Gäbler sprang in die Presche. Grippale Infekte und Verletzungen machen Weinböhla weiterhin zu schaffen. So fällt auch der wichtige Rückraumspieler André Häberer längere Zeit aus.

Der Spielbeginn war etwas holprig, das Potenzial der Weinböhlaer war zu sehen. Doch einfache Ballverluste und schlecht ausgespielte Angriffe sorgten immer wieder für Chancen der Gegner. Während Torgarant Tobias Sperling nicht richtig zum Zug kam – sein erstes Tor fiel in der 18. Minute, erfreute Aureljus Stankevicius mit seinen Hüftwürfen die wenigen mitgereisten Fans.

Hektisch ging es auch in der zweiten Halbzeit weiter. Zur schlechten Chancenverwertung kamen mehrere Zwei-Minuten-Strafen hinzu, die in einer dreifachen Unterzahl gipfelte. Grund dafür waren die schnellen und beweglichen jungen Dresdner, die gefühlt zehn Jahre jünger als die etablierten Weinböhlaer Männer waren. Das Ergebnis: neun Zeitstrafen.

Die Dresdner konnten diesen Vorteil am Ende aber nicht entscheidend nutzen. Rückhalt bot den Weinböhlaern dabei immer wieder Torhüter Gino Löffler mit einigen sehenswerten Paraden. Die letzten 20 Minuten wurden dann konzentrierter gespielt, eine Führung des Gegners nicht mehr zugelassen. Dennoch ließen die Weinböhlaer auch in dieser Zeit Großchancen aus. So blieb es bis zur letzten Minute eine Zitterpartie.

Vor allem überzeugte der 21-jährige Felix Marx auf Linksaußen mit seinen insgesamt fünf Treffern, der damit zurecht fast in der gesamten Partie zum Einsatz kam. Schnelligkeit kam zudem mit dem Einsatz der A-Jugendlichen Philipp Heyne und Männer-Debütant Ben Leuteritz ins Spiel, obwohl beide mit dem A-Jugend-Sachsenligaspiel am Nachmittag bereits 60 harte Minuten in den Beinen hatten.

„Nils hat alles richtig gemacht, hat die Mannschaft richtig eingestellt“, sagte Kovar lobend. „Klar ist, wir hätten das Spiel vielleicht auch noch ein bisschen eher klären können.“ Trotz der personellen Schwierigkeiten glaubte Gäbler an seine Mannschaft: „Beim Training am Donnerstag habe ich gemerkt, der Team-Spirit war da. Ich habe gemerkt, da ist was zu reißen.“ Hervor hob Gäbler die Leistung des Torhüters Löffler und der drei jungen Spieler Marx, Heyne und Leuteritz. „Gino hat ganz stark gehalten und die jungen Kerle haben das heute geil gemacht.“ Bezüglich des Doppeleinsatzes sagte er, „Chapeau, was die A-Jugendlichen hier heute geleistet haben.“

Der Traum des Trainers Martin Kovar, am letzten Spieltag gegen den Favoriten Grubenlampe in der Nassauhalle um den Aufstieg in die Mitteldeutsche Oberliga zu spielen, geht zwar nicht auf – dennoch ist am 1. Mai vor heimischen Publikum ein spannendes Spitzenspiel zu erwarten, bei dem sich die Weinböhlaer in ihrer besten Form zeigen wolle. Einen Vorgeschmack auf diesen kampf gibt es aber schon am kommenden Samstag, 9. April. Da empfängt Weinböhla die Zwickauer zum Sachsenpokal-Halbfinale.

Der HSV spielte mit: Justin Lindner, Gino Löffler (beide Tor), René Boese (7/2), Tobias Sperling (6), Aureljus Stankevicius (6), Felix Marx (5), Steve Horky (1), Denny Mertig (1), Philipp Heyne, Ben Leuteritz, Danny Nguyen, Marcel Weig, Robin Gaida, Gian-Luca Herrmann