HSV Weinböhla
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Nur gegen den späteren Pokalsieger chancenlos

Die zweite Auflage des TeamBro-Turniers zeigen HSV-Trainer noch kleine Schwachstellen auf

Veröffentlicht am Montag, 7. August 2017 · Autor: Eric Rosenkranz

Für die erste Männermannschaften des HSV Weinböhla geht die heiße Phase der Saisonvorbereitung los. Am vergangenen Samstag fand die zweite Auflage des TeamBro-Turniers in der Nassauhalle statt. Dabei empfingen die HSV-Männer um Trainer Martin Kovar beim Vierer-Startfeld nur höherklassige Mannschaften. Neben dem Sachsenliga-Aufsteiger SG Kurort Hartha kamen auch noch der Aufsteiger in die Brandenburgliga HC Bad Liebenwerda und TeamBro-Turnier-Titelverteidiger HSG Neudorf/Döbeln (Sachsenliga). Für HSV-Trainer Kovar boten die Wettbewerbsbedingungen erste Möglichkeiten zur derzeitigen Standortbestimmung seiner Mannschaft. Gespielt wurden jeweils zweimal zwanzig Minuten im Modus „Jeder-gegen-jeden“.

Gleich im ersten Spiel des Turniers musste der HSV Weinböhla gegen den TeamBro-Turnier-Titelverteidiger HSG Neudorf/Döbeln ran. Zu Beginn noch gleich aufliegend, verloren die Weinböhlaer zunehmend die Bindung zum Spiel, was sich immer mehr im statischen und berechenbaren Bewegungsablauf niederschlug. Das eröffnete der HSG Neudorf/Döbeln teils auch leichte Wege, das runde Leder im Tor der Weinböhlaer zu versenken. „Wir wollten gegen die HSG ordentlich bestehen und das knappe Ergebnis aus dem Vorjahr wiederholen oder gar dieses Jahr ein Remis erzielen. Das ging leider heute nicht auf.“, so HSV-Co-Trainer Gäbler zum letztlich sehr deutlichen 10:21-Endstand.

Resultierend aus dem ersten Spiel ging der HSV Weinböhla unter Zugzwang in seine zweite Partie des TeamBro-Turniers, um noch in der Tabelle vorn mitzuspielen. Die Marschrichtung „ein Sieg muss her!“ war klar vom Trainergespann Kovar/Gäbler vorgegeben und wurde von der ersten Spielminute auch umgesetzt. HSV-Neuzugang Vincent Hasselbusch setzte dabei immer wieder Akzente, die der Weinböhlaer Mannschaft halfen einen Vorsprung auf den Brandenburgliga-Aufsteiger HC Bad Liebenwerda aufzubauen und diesen bis zum Ende zu halten. „Das war ein klarer Arbeitssieg von der Mannschaft – wie gefordert.“, so das Kurzresümee von Nils Gäbler zum 16:21.

Die letzte Partie des HSV Weinböhla setzte etwas Brisantes voraus. Gegen die SG Kurort Hartha, die noch in der abgelaufen Saison 2016/17 der direkte Ligakonkurrent war und den die Weinböhlaer im Ligaalltag zweimal knapp besiegen könnten, sollte der nächste Sieg her um das Turnier mit dem zweiten Platz abzuschließen. Auch in dieser Partie zeichnete sich zunächst kein Favorit ab. Die HSV-Männer legten ein Tor vor worauf die SG sofort nachzog. Entscheider der Partie wurde HSV-Tormann Tomas Suchy, der zum Ende hin zu seiner Höchstform auflief und entscheidende Bälle parierte. Eine Augenweite war auch sein eingeleitetes Konterspiel, was einfache Möglichkeiten zum Torerfolg eröffnete. „Wir forderten, dass die letzten Kräfte freigesetzt werden sollten, um so auch nochmal die treuen heimischen Fans zu elektrisieren und den zweiten Turnierplatz zu sichern.“, erklärt Co-Trainer Gäbler den 19:14-Sieg.

Trotz des zweiten Turnierplatz zeigten sich beim HSV Weinböhla noch Fehler und Schwächen auf. Gerade ein schnelles Umkehrspiel und die Erkennung von sich ergebenden Chancen sowie deren Verwertung müssen verbessert werden. Am kommenden Wochenende bietet sich im Trainingslager die geeignete Gelegenheit dazu. Lichtblick gibt dabei die hochgezogene eigene Jugend, die sich wunderbar in die Mannschaft integriert.

Allumfassend gab es von den teilgenommen Mannschaften nur positive Resonanz auf das Weinböhlaer TeamBro-Turnier, was jeder vor Saisonbeginn nochmal für die eigene Standortbestimmung als hilfreich erachtete.

Statistik

Platz Team gew. unent. verl. Tore Differenz Punkte
1. HSG Neudorf/Döbeln 3 0 0 73:42 +31 6:0
2. HSV Weinböhla 2 0 1 50:51 -1 4:2
3. HC Bad Liebenwerda 1 0 2 53:65 -12 2:4
4. SG Kurort Hartha 0 0 3 41:51 -10 0:6
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