HSV Weinböhla
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Remis im rassigen Revierderby

11. Spieltag | HSV Weinböhla gegen SG Zabeltitz/Großenhain | 27:27 (17:12)

Veröffentlicht am Dienstag, 28. November 2017 · Autor: Eric Rosenkranz

Gleich im Anschluss an das Damen-Spiel starteten die Weinböhlaer Herren in die Partie gegen die SG Zabeltitz/Großenhain, die sich zu einem rassigen Revierderby entwickeln sollte. Neben dem Derbyaspekt spielte auch ein eventueller Tabellenplatzwechsel eine Rolle. Denn der HSV Weinböhla und die SG Zabeltitz/Großenhain waren vor und sind auch nach dem Spiel punktgleiche Tabellennachbarn, die sich nur durch die gesamt geworfenen Tore zugunsten der Zabeltitzer unterschieden.

Entsprechend engagiert gingen die Weinböhlaer Herren ans Werk, wobei die ersten Spielminuten ein Abtasten auf beiden Seiten waren. Fast acht Minuten sollten vergehen, bevor der HSV Weinböhla das erste Tor der Partie durch einen Strafwurf erzielen konnte. Mit einer kompakt stehenden Abwehr und einem gut aufgelegten Torhüter Philipp Röpke sowie gut ausgespielten Angriffen gelang es dem HSV Weinböhla, sich langsam von den Großenhainer Gästen abzusetzen. „Mit fünf Toren Vorsprung in die Kabine zu gehen, war gut. Wir konnten meist über die Außenpositionen, was Moritz Lotz richtig gut gemacht hat, einnetzen“, so das Kurzresümee von HSV-Co-Trainer Nils Gäbler zum 17:12- Halbzeitstand.

In der Kabine warnte das Trainergespann Kovar/Gäbler eindringlich davor, locker zu lassen und sich auf dem Torvorsprung auszuruhen. Die Worte sollten nicht von ungefähr kommen, denn genau das trat nach dem Wiederanpfiff ein. Ein verschlafener Start ermöglichte es der SG Zabeltitz/Großenhain innerhalb von drei Spielminuten, die Tordifferenz auf „Eins“ abzuschmelzen. Nun entwickelte sich die Partie zu einem heißen Derby, das die Emotionen hochkochen ließ. Im weiteren Spielverlauf schaffte es der HSV Weinböhla, immer ein Tor vorzulegen, worauf die Großenhainer Gäste nachzogen. Doch zunehmend fanden die Weinböhlaer Herren ihre spielerischen Mittel nicht mehr, um zum Torerfolg zu kommen. Das Resultat war, dass die Röderstädter die Führung übernahmen. „Wir haben uns teilweise Bälle genommen, wo keine Not war. Zudem haben wir Bälle verworfen und reihenweise Chancen liegen gelassen. Das gipfelte darin, dass wir vier Minuten vor Schluss mit drei Toren zurück lagen. Wir haben dann auf eine 4:2-Deckung umgestellt, die uns wieder zum Ausgleich brachte“, so Co-Coach Gäbler. Die letzten Sekunden der Partie waren angebrochen, als die Weinböhlaer Herren nochmal zum Ballgewinn kamen. Durch eine unfaire Aktion eines Großenhainers Spielers an der Mittellinie bekam der HSV einen Siebenmeter zugesprochen. „Leider konnten wir den Strafwurf nicht torbringend verwandeln. Schlussendlich geht das Unentschieden aber leistungsgerecht in Ordnung.“, so Co-Trainer Nils Gäbler zum 27:27- Endstand.

Für den HSV Weinböhla spielten: P. Röpke und J. Kühne im Tor; J. Schroth, M. Fric (9/2), A. Häberer (6/2), L. Blanck (1), T. Krüger (2), R. Gaida, S. Horky, S. Faerber, V. Hasselbusch (3), L. Grießbach, M. Obst, M. Lotz (6)

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