HSV Weinböhla
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Auf der letzten Rille

10. Spieltag | SSV Stahl Rietschen gegen HSV Weinböhla | 24:25 (12:13)

Veröffentlicht am Dienstag, 21. November 2017 · Autor: Eric Rosenkranz

Was für ein Spielkrimi in der Oberlausitz. Im Spiel gegen den derzeitigen Tabellendritten, SSV Stahl Rietschen, gelingt dem HSV Weinböhla ein Auswärtssieg in den aller letzten Sekunden. Dem Sieg ging ein auf und ab der Weinböhlaer voran, die beinahe an sich selbst scheiterten.

Dem HSV Weinböhla gelang ein guter Start in die Partie. Binnen weniger Spielminuten konnte man sich mit vier Toren von den Rietschenern absetzen. Spielerisch konnte diese Distanz konstant bis zur 25. Spielminute halten, als danach ein Bruch in den Weinböhlaer Spielfluss kam. Plötzlich sollte kaum noch etwas funktionieren, was die Fehlerzahl in die Höhe trieb und so dem SSV Stahl Rietschen -im wahrsten Sinne- Tür und vor allem Tor eröffnete. „Das ist wieder einmal unerklärlich, woher der Bruch kam. Es gab vorneweg keine Anzeichen dafür. Unsere Angriffe haben wir in der Zeit auch nicht konsequent ausgespielt, sodass der Torerfolg ausblieb. Mit einem Tor Vorsprung konnten wir uns so in die Pause retten.“, so HSV-Co-Trainer Nils Gäbler zum 12:13 Halbzeitstand.

Das Trainergespann erhoffte sich von den klar und deutlich gesprochenen Worten in der Kabine, das einen Ruck durch die Mannschaft geht, die begangen Fehler nicht wiederholt aufblühen, die Angriffe nun wieder konsequenter ausgespielt werden und so sich der Torerfolg wiederum einstellt. Nach dem Wiederanpfiff stellte sich aber das Gegenteil ein, was bald 20 Minuten der zweiten Halbzeit anhalten sollte. In dieser Zeit machte der HSV alleine 18 technische Fehler, die zumeist umgehend auf einfachste Spielweise vom SSV bestraf wurden. So gerieten die Weinböhlaer mit vier Toren „in die Nassen“ (24:20, 50.). HSV-Trainer Martin Kovar stellte darauf auf eine offensive Deckung um. „Wir haben zudem auch einen Torhüterwechsel vollzogen. Diese zwei Dinge brachten Rietschen einstweilen aus dem Konzept, sodass wir zu einfachen Ballgewinnen kamen und diese uns zum Ausgleich führten.“, schildert Co-Coach Gäber. Nichtsdestotrotz ließ der HSV auch weiterhin lukrative Chancen liegen, wie einen verpatzten 7m-Strafwurf. So bedurfte es noch weitere nervenaufreiben Sekunden, bevor Moritz Lotz 25 Sekunden vor Spielende den nochmaligen Ballgewinn in das entscheide Siegtor verwandeln konnte. „Das war auf den letzten Drücker. Lob an die Mannschaft, dass sie heute im doppelten Sinne gekämpft hat. Einmal gegen die eigene Chancenverwertung, wo man sich nicht unterkriegen hat lassen, und gegen die Rietschener Sportfreunde, die ordentlich Paroli geboten haben.“, so Co-Coach Nils Gäber abschließend zum 24:25 Endstand.

Für den HSV Weinböhla spielten: P. Röpke und J. Kühne im Tor; J. Schroth, M. Fric (7/2), A. Häberer (4), L. Blanck (3), T. Krüger, R. Gaida, S. Horky, F. Marx (1), V. Hasselbusch (4), L. Grießbach, M. Obst, M. Lotz (6)

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