HSV Weinböhla
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Hitziges Remis im Lokalderby

4. Spieltag | HSV Weinböhla gegen SV Niederau | 29:29 (14:12)

Veröffentlicht am Dienstag, 26. September 2017 · Autor: Eric Rosenkranz

Was für ein Sonntag in Weinböhla! In einer restlos ausverkauften Nassauhalle duellierten sich in einem hitzigen Lokalderby der heimische HSV Weinböhla gegen den direkten Ortsnachbarn SV Niederau 1891. Am Ende hieß es 29:29 (14:12). Insgesamt 20 Verwarnungen sowie Herausstellungen ließen keinen Zweifel aufkommen, wie hart es teilweise auf dem Spielfeld zugegangen ist.

Dem HSV Weinböhla fehlten mit Tim Krüger, Steve Horky, Robin Gaida und Matthias Obst gleich vier Leistungsträger, was sich nur in der Partie mit viel Mühe und Anstrengung kompensieren ließ. Gleich zum Anpfiff gerieten die Weinböhlaer durch Unachtsamkeit mit zwei Treffern in den Rückstand. Im weiteren Spielverlauf zeigten sich dann die für den HSV Weinböhla typischen Logarithmen: erst erkämpfen sie sich den Ausgleich (5.), übernehmen die Führungen und bauen diese beträchtlich aus (7:3, 15.) bevor es zum sukzessiven Schwund des Vorsprungs durch Abspiel-, Abwehr- und technischen Fehlern kommt. „Wir bekommen es nicht hin, die erarbeitete Führung konsequent durch das weitere Spiel zu tragen oder gar weiter auszubauen. Wir machen uns damit selber das Leben unnötig schwer, zumal es bei einen Derby in gewisser Wiese eine doppelte Belastung ist.“, so HSV-Co-Trainer Nils Gäbler zum 14:12 Halbzeitstand.

Halbzeit zwei wies einen ähnlichen Spielverlauf auf. Doch auch hier gab es abermals Fehler seitens Weinböhla, die dem SV Niederau in der 35. Spielminute zum 16:16-Ausgleich verhalfen. Generell kamen die Gäste durch die Abwehrschwächen des HSV zu einfachen Toren und somit entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, dessen Ausgang wieder offen war. Unterdessen nahm das Spiel an Härte zu, ließ die Emotionen aufkochen und wurde langsam hektisch. Zwei Minuten vor Ende der Partie gerieten die Weinböhlaer Hausherren durch unglückliche Abpraller mit zwei Toren in Rückstand. Nun war guter Rat teuer. Die HSV-Verantwortlichen sahen nur eine einzige Möglichkeit: eine offensive 4:2-Deckung, teilweise sogar eine 3:3-Deckung. Durch diese Taktik, konnte der HSV zweimal einen Ballgewinn verbuchen und diese jeweils in Tore umwandeln. „Das war mehr als knapp. Zu mehr als einem Unentschieden hat es heute nicht gereicht. Zudem hatten wir auch etwas Pech. Die begangenen kleinen Fehler, hätten uns in der Summe fast das Genick gebrochen. Nichtsdestotrotz ist der Punktgewinn für die Moral der Mannschaft wichtig.“, so Co-Trainer Gäblers Resümee zum 29:29 Endstand.

Für den HSV Weinböhla spielten: T. Suchy und P. Röpke im Tor; J. Schroth, M. Fric (10/4), A. Häberer (2), L. Blanck (6) F. Marx (1), S. Faerber (1), V. Hasselbusch (6), L. Grießbach (2), M. Lotz (1), F. Georgi, M. Kovar

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