1. Männermannschaft » Sachsenliga · Saison 2019/2020

Hitziges Derby gemeistert

21. Spieltag | Samstag, 13. April 2019
HSV Weinböhla gegen Radebeuler HV | 31:21 (13:10)

Veröffentlicht am Montag, 15. April 2019 · Autor: Dirk Rostig

Nach der Pflicht die Kür: Die HSV-Männer gewinnen auch das Derby gegen Radebeul am vorletzten Spieltag.

Michal Fric, HSV Weinböhla, Saison 2018/19, Verbandsliga Staffel Ost Männre

Michal Fric wurde vor dem Spiel als Torschützenkönig ausgezeichnet. Diese Position unterstrich er mit 17 Toren in diesem Spiel eindrucksvoll.

Foto: Dirk

Bevor das Spiel der Männer ange­pfiffen wurde, über­reichte Staf­fel­leiter Roberto Winkel­mann der Wein­böhlaer Mann­schaft Medaillen und gratu­lierte zum Aufstieg in die Sach­sen­liga. Diesen hatte sich die Mann­schaft von Martin Kovar und Nils Gäbler bereits in der Vorwoche gesichert. In dieser Woche stand nun das Derby gegen Radebeul an, welches der HSV natürlich auch gewinnen wollte.

Doch der Start verlief mehr als holprig. Die gesamte erste Halbzeit über leisteten sich die Gastgeber viele einfa­chere Fehler oder schei­terten vorm Tor. Zwar konnten die Gäste nur beim 0:1 und 1:2 vorlegen bevor der HSV die Führung übernahm, Sicher­heit gab dies aber nicht. Mit leichten Vorteilen ging es so in die Schluss­phase der ersten dreißig Minuten (10:9/25.), in der die HSV-Sieben erstmals auf drei Tore vorlegen konnte (13:10).

Die zweite Halbzeit bot dann für die zahl­rei­chen Zuschauer das, was ein Derby zu bieten haben sollte. Der HSV legte direkt nach (14:10/32.), doch die Rade­beuler Gäste gaben sich nicht kampflos geschlagen. Beide Mann­schaften schenkten sich nichts und kämpften um den Ball. Am Ende verteilten die Schieds­richter 16(!) Zeit­streifen, sieben für Weinböhla und neun für den RHV. Das Spiel wurde zusehends hitziger und so kam es, wie es kommen musste: In der 41. Minute erzielte der Orts­nachbar den erneuten Anschluss­treffer zum 16:15. Doch der HSV in Unterzahl – die Wein­böhlaer Bank kassierte eine Zeit­strafe – zeigte keine Nerven und Matthias Obst und Michal Fric erzielten die Treffer 17 und 18. Letzterer wurde vor dem Spiel ebenfalls als Torschüt­zen­könig ausge­zeichnet und als ob dies noch einmal Ansporn war, sollte Fric heute allein 17 Tore für seine Mann­schaft erzielen. Als Felix May dann kurze Zeit später zum ersten Mal einen Vier-Tore-Vorsprung herstellte (19:15/44.), schien dann der Bann gebrochen. In der Schluss­vier­tel­stunde spielte der HSV nun befreiter auf. Über die Zwischen­stände 22:19 (47.), 25:19 (54.) und 29:20 (58.) holte sich Weinböhla am Ende den Derbysieg mit 31:21.

»Nach dem Staf­fel­sieg am letzten Wochen­ende war die Luft irgendwie raus«, so Co-Trainer Nils Gäbler zum Start in die Partie, »doch wir wollten natürlich im Derby und dann auch noch in unserer Halle siegreich bleiben«. Am Ende ist er mit dem deut­li­chen Ergebnis zufrieden, zu dem nicht nur die beiden Schluss­männer Tomas Suchy und David Kleist beige­tragen haben. Auch Michal Fric und Matthias Obst verdienten sich ein Sonderlob am vorletzten Spieltag.

Den letzten Spieltag bestreiten beide Wein­böhlaer Mann­schaften am Sonntag, 28. April 2019 in Neugers­dorf. Die Männer des TBSV Neugers­dorf stehen – auch wenn sie an diesem Spieltag gegen die SG Kurort Hartha (5.) gewinnen konnten – auf dem letzten Tabel­len­platz und damit als Absteiger fest.

Der HSV spielte mit: Tomas Suchy und David Kleist im Tor; Julian Schroth (1), Max Florian Illing (1), Michal Fric (17/3), Lucas Blanck, Tim Krüger, Robin Gaida, Steve Horky (3), Steve Faerber, Lars Grießbach (1), Felix May (2), Matthias Obst (5), Moritz Lotz (1)