1. Männermannschaft » Sachsenliga · Saison 2019/2020

Männer können sich nicht selbst belohnen

11. Spieltag | Samstag, 7. Dezember 2019
HSV Weinböhla gegen LHV Hoyerswerda | 28:32 (14:17)

Veröffentlicht am Montag, 9. Dezember 2019 · Autor: Dirk Rostig

Es gab kein Lohn für die harte Arbeit – die Sachsenliga-Männer verlieren gegen den Tabellennachbarn aus Hoyerswerda, präsentierten sich dabei im Vergleich zur Vorwoche allerdings deutlich verbessert.

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Auch die Männer von Martin Kovar und Nils Gäbler wollten, so Gäbler vor dem Spiel, eine »Trotz­re­ak­tion« nach der 41:27-Auswärtsniederlage in Dresden zeigen. Mit dem LHV Hoyers­werda gastierte eine Mann­schaft in der Nass­au­halle, die nur einen Punkt mehr als Weinböhla hatte und damit in der Tabelle genau einen Platz davor stand. Zum anderen sind auch die Lausitzer vom Verlet­zungs­pech verfolgt.

Dementspre­chend entwi­ckelte sich ein ausge­gli­chenes Spiel vor großer Kulisse in der Nass­au­halle. Der Hoyers­wer­daer Lukas Seifert, der mit elf Treffern der erfolg­reichste Schütze der Partie werden sollte, eröffnete die Partie. Doch der HSV glich aus und legte selbst nach, nur um dann wenige Augen­blicke später selbst wieder hinten zu liegen. So war über die Stationen 5:5 (11.) und 10:10 (21.) noch kein Favorit auszu­ma­chen. Erst zum Ende der ersten Halbzeit mehrten sich die tech­ni­schen Fehler und einfachen Ball­ver­luste auf Seiten der Gastgeber, sodass die Gäste zu leichten Torer­folgen kamen. Mit 14:17 wurden die Seiten gewech­selt.

»Drei Tore sind im Handball nichts und wir wollten in der zweiten Halbzeit nochmal alles geben«, so Gäbler zur Kabi­nen­an­sprache. Und der HSV kam auch verbes­sert aus der Kabine, binnen fünf Minuten erzielte der heute stark aufspie­lende Felix Marx (6 Tore) den erneuten Anschluss­treffer (17:18/35.). Der HSV war wieder im Spiel und der Ausgleich zum Greifen nah. Doch dieser Treffer wollte einfach nicht fallen, obwohl die HSV-Sieben mehrfach die Chance dazu hatte. Auch Tim-Philip Jurgeleit sorgte für neuen Schwung, da er in der ersten Halbzeit nur für zwei Straf­würfe einge­setzt wurde. Doch nach wenigen Minuten musste dieser wieder verletzt auf der Bank Platz nehmen. In den folgenden Minuten blieb der HSV durch aufop­fe­rungs­vollen Kampf zwar dran (24:26/49.), aber die nächsten Minuten blieben aber auf beiden Seiten torlos. Erst nach rund fünf Minuten machten die Gäste dann den Sack mit zwei Treffern in Folge zu (24:28). Zwar konnten die Gastgeber zwischen­zeit­lich nochmal verkürzen (27:29/57.), am Ende blieb es bei einer ärger­li­chen Vier-Tore-Niederlage (28:32), bei der mehr drin gewesen wäre.

»Auch wenn wir heute nicht gewonnen haben, so hat sich die Mann­schaft nach dem Spiel in der letzten Woche reha­bi­li­tiert«, so der Co-Trainer nach dem Spiel. Und er ergänzt: „Wir haben aufop­fe­rungs­voll gekämpft, die Mann­schaft wollte hier unbedingt was mitnehmen. Schade, dass sie sich am Ende nicht selbst belohnen konnten. Aber dazu haben wir uns heute zu viele Fehler geleistet und am Ende fehlte uns die spie­le­ri­schen Mittel und die Kalt­schnäu­zig­keit um doch noch einen Punkt mitzu­nehmen.“ Ein Lob erhielten neben Tormann Gino Löffler, der sich im zweiten Durchgang deutlich gestei­gert hat auch Youngstar Felix Marx und Tommy Schurz­mann, der nach Verlet­zungs­pause sein erstes Spiel absol­vierte und zwei Treffer beisteu­erte.

Der HSV spielte mit: Gino Löffler im Tor; Felix Marx (6/3), Danny Nguyen, Andre Häberer (3), Marcel Weig (4), Robin Gaida, Steve Horky, Steve Faerber, Tobias Gustmann (3), Lars Grießbach (3), Matthias Obst, Moritz Lotz (2), Tim-Philip Jurgeleit (3/2), Tommy Schurzmann (2)