1. Männermannschaft » Verbandsliga Staffel Ost · Saison 2018/19

Arbeitssieg gegen Angstgegner Radeberg

7. Spieltag | Samstag, 10. November 2018
HSV Weinböhla gegen Radeberger SV | 23:20 (12:13)

Veröffentlicht am Donnerstag, 15. November 2018 · Autor: Dirk Rostig

Kein schönes Spiel, aber ein wichtiger Sieg: Gegen den Vorjahresvize Radeberg sichern sich die HSV-Herren nach einer engen Partie die nächsten zwei Punkte

1. Männermannschaft HSV Weinböhla Saison 2018/19

HSV Weinböhla, 1. Männermannschaft, Verbandsliga Staffel Ost Saison 2018/19

Foto: Eric Rosenkranz

Die Wein­böhlaer Männer sind derzeit die Gejagten, denn die Mann­schaft von Martin Kovar und Nils Gäbler steht an der Tabel­len­spitze. Am Samstag gastierte der Vorjah­res­vize aus Radeberg, der sich aktuell nur in der unteren Tabel­len­hälfte befindet, in Weinböhla. Die Erin­ne­rungen an die Begeg­nungen im Vorjahr sind dabei negativ: Sowohl die Auswärts­partie als auch das Heimspiel gingen teilweise deutlich an die Rade­berger. Dazu kommen noch perso­nelle Probleme auf der Heim-Seite, da einige Leis­tungs­träger noch mit gesund­heit­li­chen Probleme zu kämpfen haben.

So gestal­tete sich auch das neuer­liche Aufein­an­der­treffen eher zäh: Die Gastgeber leisteten sich fast über die gesamte Spielzeit zahl­reiche tech­ni­sche Fehler, rannten von Beginn an einem Rückstand hinterher. Zwar hielt Michal, der in den ersten dreißig Minuten 9 der zwölf Wein­böhlaer Treffer erzielte, im Spiel. Dennoch konnten die RSV-Spieler zwischen­zeit­lich auf einen Drei-Tore-Vorsprung davon­ziehen (7:10/22.). Die Seiten wurden beim Stand von 12:13 gewech­selt.

In der Kabine appel­lierten Kovar und Gäbler an die Mann­schaft, dass hier heute noch nichts verloren ist. Denn auch wenn der HSV im Vergleich zum letzten Spiel die Leich­tig­keit und Spiel­fluss fehlte, könne »über eine kämp­fe­ri­sche Einstel­lung und eine kompakte Abwehr noch die Wende« gelingen.

Und in der Folge entwi­ckelte sich ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Der RSV konnte nach dem zwischen­zeit­li­chen 15:15-Ausgleich (42.)  erneut mit zwei Toren in Führung gehen (15:17/43.). Aller­dings nahmen die Wein­böhlaer nun den Kampf auf und es entwi­ckelte sich ein hitziges Duell. Julian Schroth erzielte in der 49. Minuten den erneuten Ausgleich (18:18). Zwar konnten die Rade­berger post­wen­dend wieder in Führung gehen, die nächsten drei Treffer gingen aller­dings auf das Wein­böhlaer Konto. So gingen die Haus­herren zum ersten Mal in der gesamten Spielzeit in Führung (21:19/54.), die sie bis zum Schluss­pfiff nicht mehr aus der Hand gaben. Julian Schroth und Michal Fric machten mit ihren Treffern in der 57. bzw. 59. Minute den Doppel­punkt­ge­winn fest. Am Ende gewinnt der HSV das zerfah­rene Spiel doch noch mit 23:20.

Co-Trainer Nils Gäbler kommen­tierte das Spiel wie folgt: »Heute haben wir zwar spie­le­risch nicht überzeugt, aber kämp­fe­risch das Spiel gewonnen.« Und er ergänzt: »Umso wichtiger ist es, auch ein Spiel, in dem wir lange Zeit hinten liegen, doch noch zu drehen – ein großes Lob an die Mann­schaft.“ Vor allem Tomas, der mit zahl­rei­chen Paraden die starke Abwehr unter­stützte, Schrothi (4 Tore) und Robin (3) auf der Außenbahn verdienten sich ein Sonderlob vom Trai­ner­ge­spann.

Und Nils blickt auch auf die kommende Wochen gegen Sachsenliga-Absteiger Hartha und das Derby in Radebeul voraus: »Im Grunde war es für uns ein Arbeits­sieg der im Angesicht der vor uns stehenden Begeg­nungen psycho­lo­gisch immens wichtig für das Selbst­ver­trauen war.«

Der HSV spielte mit: Tomas Suchy und David Kleist im Tor; Julian Schroth (4), Michal Fric (12/1), Lucas Blanck (1), Tim Krüger, Robin Gaida (3), Steve Horky, Steve Faerber, Tobias Gustmann, Lars Grießbach (2), Felix May, Matthias Obst (1), Moritz Lotz