1. Männermannschaft » Sachsenliga · Saison 2019/2020

Sachsenliga-Premiere misslungen

1. Spieltag | Samstag, 7. September 2019
HSV Weinböhla gegen SG LVB | 31:32 (10:16)

Veröffentlicht am Dienstag, 17. September 2019 · Autor: Dirk Rostig

Mit einer ärgerlichen 31:32-Niederlage sind die Männer in die Sachsenliga-Saison gestartet. Vor heimischer Kulisse kämpfte sich das Team von Martin Kovar und Nils Gäbler nach einem zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Rückstand zurück, gaben aber Sekunden vor Abpfiff den möglichen Punktgewinn aus der Hand.

Erik Riedel, HSV Weinböhla, Sachsenliga, Saison 2019/20

Erik Riedel steuerte bei seinem Debüt im Weinböhlaer Trikot zwölf Treffer bei.

Foto: Franzi Klug

»Wir sind ganz schwer in die Partie gekommen«, so Co-Trainer Gäbler zur ersten Halbzeit. Einzig beim 1:0 (2.) lagen die Haus­herren vorn, danach über­nahmen die gestan­denen Gäste aus Leipzig das Zepter und lagen zehn Minuten später bereits mit sieben Toren (2:9/12.) vorn. Der HSV leistete sich auf der einen Seite zu viele tech­ni­sche Fehler und machte die ein oder andere falsche Entschei­dung. Auf der anderen Seite nutzten das die schon einge­spielten Gäste gnadenlos aus, sodass diese mit einem komfor­ta­blen Sechs-Tore-Vorsprung in die zweite Hälfte gingen (10:16).

»Gefühlt waren wir einfach noch nicht in der Sach­sen­liga ange­kommen«, so Gäbler zur Halb­zeit­pause und der Ansprache in der Kabine. Und er ergänzt: »Wir haben die Probleme ange­spro­chen und wollten in der zweiten Halbzeit nochmal alles in die Waag­schale werfen.

Es dauerte zwar einige Minuten, aber das Vorhaben setzte der HSV in die Tat um. Der Vorsprung für die Leipziger schmolz (13:18/34., 17:21/40.). Die Zuschauer pushten ihre Mann­schaft in den kommenden Minuten nach vorn, sodass es eine spannende Schluss­phase gab: In doppelte Überzahl gelang den HSV-Herren dann in Minute 57 der Anschluss­treffer (29:30), gut sechzig Sekunden später der Ausgleich zum 30:30. Erik Riedel erzielte mit seinem zwölften Treffer dann die erneute Führung für die Heim­sieben (31:30/59.), doch post­wen­dend glichen die Gäste aus. Erneut in Ball­be­sitz leisteten sich die Haus­herren einen einfachen Ball­ver­lust, welchen die Leipziger routi­niert ausnutzten und fünf Sekunden vor Abpfiff die Hoff­nungen auf einen möglichen Punkt­ge­winn beendeten.

»Am Ende stehen wir ohne Punkte da, was nach dem Spiel­ver­lauf und dem Wieder­her­an­kämpfen sehr ärgerlich ist«, so Gäbler nach dem Spiel und er ergänzt: »Wir brauchten zu lange, um uns dem Spiel anzu­nehmen, sodass wir es den Leip­zi­gern vor allem in der ersten Halbzeit viel zu einfach gemacht haben«. Aber es gibt auch Positives, vor allem was den Kampf­geist und das Auftreten in Hälfte zwei angeht, sodass das Trai­ner­team opti­mis­tisch auf den kommenden Spieltag schaut. Da müssen die HSV-Herren beim HVO Cunewalde antreten, der sein erstes Spiel gegen den HSV Dresden mit 15:21 deutlich gewann. »Wir hoffen, dass unsere Mann­schaft dann genauso aufop­fe­rungs­voll und konzen­triert aufspielt, wie in der zweiten Halbzeit und den letzten Minuten«, so Gäbler zum Ausblick auf nächste Woche.

Der HSV spielte mit: Gino Löffler im Tor; Felix Marx, Michal Fric (9/2), Danny Nguyen (1/1), Marcel Weig (2), Felix Just (4), Robin Gaida, Steve Horky, Steve Faerber, Tobias Gustmann (2), Lars Grießbach, Felix May, Moritz Lotz (1), Erik Riedel (12)