1. Männermannschaft » Sachsenliga · Saison 2019/2020

Remis im hitzigen Derby

15. Spieltag | Samstag, 27. Januar 2018
SV Niederau 1891 gegen HSV Weinböhla | 20:20 (10:12)

Veröffentlicht am Montag, 5. Februar 2018 · Autor: Eric Rosenkranz

Die Neuauflage des Derbys mit Ortsnachbar Niederau stand auf dem Spielplan. Am Ende trennten sich beide Teams wie schon in der Hinrunde mit einem Unentschieden (20:20).

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Michal Fric wird im hitzigen Derby angegangen. Am Ende erzielte er sieben Tore.

Foto: Eric Rosenkranz

Einmal mehr stand ein Klassiker an – das Derby gegen den direkten Orts­nach­barn SV Niederau 1891. In der Rückrunde sollte für den HSV Weinböhla ein Sieg her, einer­seits weil man sich in der Hinrunde schon mit einem Unent­schieden getrennt hatte und zum anderen, weil die Wein­böhlaer Herren ihr Heimspiel letztes Wochen­ende nur knapp verloren. Doch die Hitzig­keit gegen Ende der Partie sowie fünf Ausfällen von Stamm­spie­lern durch­kreuzten diesen Plan. Am Ende hieß das Ergebnis 20:20.

Spie­le­risch ausge­wogen verlief die erste Halbzeit. Weder der HSV Weinböhla noch der SV Niederau konnten als Favorit ausge­macht werden. Doch hier zeigten sich schon erste Schwächen auf, wie einfach tech­ni­sche Fehler, die die Nieder­auer meist konse­quent ausnutzen. »Unsere Abwehr stand solide, nur im Angriff haben zu wenig Durch­schlags­kraft gehabt und uns ein paar Mal unnö­ti­ger­weise den Ball wegfangen lassen, die mit einem schnellen Konter über die Außenbahn meist in unserem Tor landeten. Da half auch kein Tomas Suchy, der heute einmal mehr bestens aufgelegt war, im Tor«, so Co-Trainer Nils Gäbler erklärend. Dennoch schafften es die Wein­böhlaer Herren mit einer zwei Tore-Führung in die Halb­zeit­pause zu gehen (10:12).

In der Kabine sprach das HSV-Trainergespann Kovar/Gäbler die diversen began­genen Fehler an und mahnte aus Erfahrung ausdrück­lich zur Vorsicht, dass die Partie noch hitzig und hektisch werden könnte. Gleich nach dem Wieder­an­pfiff gelang es dem SV Niederau auszu­glei­chen. Im Anschluss hatte der HSV Weinböhla gleich drei 100prozentige Chancen, die nicht verwan­delt werden konnten. Im Weiteren Spiel­ver­lauf erar­bei­teten sich die Wein­böhlaer Herren jedoch wieder einen zwei Tore-Vorsprung. Das Spiel nahm nun allmäh­lich an härte zu und kris­tal­li­siert sich zur ersten roten Karte, die der Nieder­auer Lars Dörfel in der 52. Minute bekam, heraus. Eine mehr als unfaire Spiel­si­tua­tion ereignete sich in der 53. Spiel­mi­nute, als der SV Niederau im Angriff war, von dessen Trainer die Auszeit genommen wurde, entspre­chend der Signalton kam und die Nieder­auer Spieler einfach ihren Angriff weiterhin ausführten und auf das Wein­böhlaer Tor mit dem aufgrund des Signal­tons unvor­be­rei­teten Tomas Suchy schossen. Der Ball verfehlte nur knapp Suchy‘s Gesicht. Daraufhin sprach Suchy den »Torschützen« an, was die Unpar­tei­ischen als Atta­ckieren werteten und den Torhüter vom Parkett stellten. »Das wird die Mann­schaft zusätz­lich unter Druck gebrachten haben. Es sind dann in der Hektik die einfachsten Fehler im Angriffs­spiel passiert. Zudem wurden unter dem psychi­schen Druck die Angriffe zu schnell abge­schlossen, was für uns zu keinem Torerfolg führte. Wir haben mehrfache Chancen gehabt, den Sack zu zumachen«, erklärt HSV-Co-Trainer Gäbler die hitzigen letzten Minuten der Partie. Schluss­end­lich treten sich der SV Niederau und der HSV Weinböhla mit einem 20:20-Remis.

Der HSV spielte mit: T. Suchy und M. Giersch im Tor; F. Marx (1), M. Fric (7/4), D. Nguyen, L. Blanck (3), T. Krüger (2), R. Gaida (2), S. Faerber, W. Häbold, L. Grießbach (2), M. Obst (1), M. Lotz (2)