1. Männermannschaft » Sachsenliga · Saison 2019/2020

Abenteuer Sachsenliga

Veröffentlicht am Donnerstag, 25. Juli 2019 · Autor: Dirk Rostig

Die erste Männermannschaft startet in die zweite Phase der Saisonvorbereitung. In den kommenden Wochen stehen neben dem eigenen Turnier viele weitere Trainings- und Testspiele, aber auch schon Anfang August das Trainingslager auf dem Programm.

1. Männermannschaft HSV Weinböhla Saison 2019/20

HSV Weinböhla, 1. Männermannschaft, Sachsenliga Saison 2019/20

Foto: Oliver Ronicke

Im Kötitzer Freibad startet die erste Männer­mann­schaft des HSV Weinböhla in diesen Tagen in die zweite, heiße Phase der Saison­vor­be­rei­tung. Nach der kräf­te­zeh­renden Verbandsliga-Saison hatten es Spieler und Trainer einige Tage ruhiger angehen lassen. Aller­dings wirft die neue Saison, in der der HSV in Sachsens höchster Spiel­klasse antreten wird, ihren Schatten voraus. »Wir hatten eine richtig gute Saison gespielt, sind mit gerade mal zwei Nieder­lagen, einem Unent­schieden und am Ende acht Punkten Vorsprung auf den KJS Club Dresden Erster geworden«, so das Resümee von Co-Trainer Nils Gäbler zum Vorjahr. Er führt weiter aus: »Spätes­tens als wir Herbst­meister waren, wurde uns bewusst, dass wir auch bis zum Saison­ende den Spit­zen­platz vertei­digen können.« Und so lagen zwischen erster und zweiter Nieder­lage auch ganze 15 erfolg­reiche Spieltage.

Nicht nur deswegen blickt das Trai­ner­ge­spann Kovar/Gäbler opti­mis­tisch auf die nächsten Monate, wenn­gleich es in der Sach­sen­liga nochmal deutlich schwerer und es kommende Saison nur um den Klas­sen­er­halt gehen wird. Dabei ist der HSV der einzige Vertreter aus dem Landkreis, nachdem die HSG Riesa/Oschatz den Klas­sen­er­halt nicht geschafft hat. Zweiter Absteiger ist der HVH Kamenz, der schon im Dezember 2018 seine Mann­schaft aus dem Spiel­be­trieb zurückzog. Gegen die Leis­tungs­zen­tren Hoyers­werda, Glauchau/Meerane, Leipzig und Görlitz werden es die Wein­böhlaer schwer haben. Auch MDOL-Absteiger ZHC Gruben­lampe wird keine Punkte frei­willig raus­rü­cken. Dennoch errechnet sich der HSV gute Chancen für den Verbleib in der Zwöl­fer­staffel.

Die Mannschaft bleibt zusammen

Im Gegensatz zum ersten Aufstieg in die Sach­sen­liga (2014/15) auf den der direkte Wieder­ab­stieg folgte, musste die Mann­schaft nicht neu zusam­men­ge­stellt werden. Statt­dessen bereitet sich das Gros der Vorjah­res­truppe um Goal­getter Michal Fric – er wurde mit durch­schnitt­lich 9,6 Toren pro Spiel Torschüt­zen­könig der Liga – auf das »Abenteuer Sach­sen­liga« vor. Einzig Tim Krüger, Julian Schroth und Max F. Illing verlassen die erste Mann­schaft. Während die ersten beiden ab September in der zweiten Mann­schaft (Bezirks­klasse) mit um den Aufstieg kämpfen werden, zieht es Illing privat ins Ausland.

Den drei Abgängen stehen sieben Neuzu­gänge gegenüber, die teilweise über Sachsenliga-Erfahrung verfügen und in den kommenden Wochen noch mehr ins Mann­schafts­ge­füge inte­griert werden: Mit Torhüter Gino Löffler, Gianluca Herrmann (Kreis) und Rück­raum­shooter Erik Riedel wechseln gleich drei Spieler der HSG Neudorf/Döbeln nach Weinböhla. Letzterer belegte in der zurück­lie­genden Spielzeit mit 115 Toren Platz 8 in der Torschüt­zen­liste für seinen ehema­ligen Verein in Mittel­sachsen.

Zusätz­lich kommen Tommy Schurz­mann von den Sport­freunden 01 Dresden (Aufsteiger Verbands­liga) und Marcel Weig und Felix Just von den bishe­rigen Liga­kon­kur­renten Radebeul und Hartha. Der 18-jährige Felix Marx kehrt nach einem Jahr in der A-Jugend des HC Elbflo­renz 2006 ebenfalls zurück.

So wird der erwei­terte Kader insgesamt 21 Spieler umfassen. Dabei ist die Mann­schafts­stärke Fluch und Segen zugleich – zum einen sollte das jeden einzelnen Spieler moti­vieren, sich im Training zu enga­gieren und die best­mög­liche Leistung abzurufen, zum anderen können jüngere Spieler zusätz­lich in der zweiten Mann­schaft Spiel­praxis sammeln. Und bereits in der letzten Spielzeit musste der HSV aufgrund von gesund­heit­li­chen, privaten und beruf­li­chen Ausfällen und Verpflich­tungen von Spieltag zu Spieltag mit unter­schied­li­chen Aufstel­lungen antreten.

Saisonvorbereitung

In den kommenden Wochen steht neben Team­buil­ding auch Fitness und Athletik auf dem Trai­nings­plan. Die Mann­schaft wird diverse Test- und Trai­nings­spiele absol­vieren, Anfang August folgt ein Trai­nings­lager in der Nass­au­halle Weinböhla.

Erster Höhepunkt ist dann das TeamBro-Turnier am Samstag, 10. August in Weinböhla. Neben dem HSV werden Titel­ver­tei­diger und zukünf­tiger Konkur­rent HVO Cunewalde, der Chem­nitzer HC (Verbands­liga West) und die HSG Freiberg II (VL Ost) in der vierten Auflage um den Wander­pokal kämpfen.

Gut zwei Wochen später folgt dann die offi­zi­elle Saison­er­öff­nung des HSV Weinböhla mit einem hoch­ka­rä­tigen Gast, wiederum in der Nass­au­halle Weinböhla. Am 24. August präsen­tieren sich so neben der ersten Männer­mann­schaft, die gegen den Mittel­deut­schen Ober­li­gist HSG Freiberg antreten wird, auch die neufor­mierte Verbandsliga-Frauenmannschaft und die männliche A-Jugend zum ersten Mal dem Publikum.

Der erste Sachsenliga-Spieltag wird dann am Samstag, 7. September 2019, in der Nass­au­halle statt­finden. Zu Gast ist dann der Vorjah­res­achte, die Spiel­ge­mein­schaft Leipziger Verkehrs­be­triebe.