Männliche B-Jugend » Sachsenliga · Saison 2019/20

Lähmender Respekt

13. Spieltag | Sonntag, 1. März 2020
HSV Weinböhla gegen SC DHfK Leipzig | 26:27 (11:15)

Veröffentlicht am Sonntag, 22. März 2020 · Autor: Uta Büttner

Für den HSV Weinböhla geht es um einen Platz in der Spitzengruppe der Sachsenliga. Da erste Top-Spiel der Rückrunde geht allerdings verloren.

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Die männliche B-Jugend des HSV Weinböhla hat das erste von fünf »Endspielen« um einen Platz unter den besten Drei der Sach­sen­liga verloren. Gegen den SC DHfK Leipzig musste sich die Truppe von Trainer Martin Kovar unglück­lich mit 26:27 (11:15) geschlagen geben, bleibt aber weiterhin Zweiter. Mit der Nieder­lage endete zudem eine fast fünf­mo­na­tige Serie von unge­schla­genen Punkt­spielen.

Gegen die Leipziger, bei denen man in der Hinrunde einen Punkt erkämpft hatte, wollte der HSV seine gewonnene Reife unter Beweis stellen, auch wenn man ersatz­ge­schwächt in die Partie gehen musste. Im Training hatte man größeren Wert auf das Abwehr­ver­halten gelegt, doch davon war in den ersten 20 Minuten nicht viel zu sehen. Das Team wirkte fahrig und unkon­zen­triert, der Respekt vor dem großen Namen des Kontra­henten schien einige Leis­tungs­träger förmlich zu lähmen. Die Folge waren leichte Ball­ver­luste nach Fang­feh­lern, unkon­zen­trierte Abschlüsse und eine begin­nende Resi­gna­tion. Erst in den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit kam mit einigen guten Aktionen die Selbst­si­cher­heit und der Glauben an das eigene Können zurück, der Rückstand hielt sich mit vier Toren in Grenzen.

Trainer Kovar analy­sierte in der Pause ausge­spro­chen lang die Fehler, redete seine Schütz­linge wieder stark und hatte damit Erfolg. Der HSV kam wie ausge­wech­selt aus der Kabine. Die Gäste wurden förmlich überrannt. Vier Minuten brauchte der HSV bis zum Gleich­stand, wobei dem SC DHfK in dieser Zeit kein eigener Treffer gelang. Weitere vier Minuten danach gingen die Gastgeber sehr zur Freude der nun begeis­terten Zuschauer beim 18:17 erstmals in Führung und diktierten auch danach das Geschehen. Nach 41 Minuten schaffte der HSV sogar die einzige Zwei-Tore-Führung (23:21).

Dann aber plötzlich riss wieder der Spiel­faden. Zwei Fehlwürfe führten zum Ausgleich und schließ­lich zur Gäste­füh­rung. Und diese gaben die Leipziger in der turbu­lenten Schluss­mi­nute mit zwei Auszeiten nicht mehr her. Anders als in Leipzig führte die letzten HSV-Aktion nicht mehr zum durchaus verdienten Ausgleich.

Fazit: Die Wein­böhlaer müssen sich in der Sach­sen­liga vor keinem Gegner verste­cken. Angst vor großen Namen ist völlig unan­ge­bracht. Das Team muss viel mehr versuchen, dem Kontra­henten von der ersten Minute an sein Spiel aufzu­zwingen und dabei die durchaus vorhan­dene Klasse demons­trieren. Die zweite Halbzeit muss der Maßstab für die weiteren Begeg­nungen sein.

Der HSV spielte mit: Lucas Schmidt, Konrad Rost (beide Tor), Carlos Lorenz (9), Ben Leuteritz (7/3), Simon Voss (4), Philipp Heyne (3), Felix Büttner (2), Ron Karnatz (1), Sebastian Damme, Linus Durold, Franz Horn, Philipp Schöbel