Männliche A-Jugend » Sachsenliga · Saison 2018/19

Unter Wert geschlagen

13. Spieltag | Samstag, 26. Januar 2019
HSV Weinböhla gegen HC Elbflorenz 2006 | 25:31 (16:16)

Veröffentlicht am Freitag, 1. Februar 2019 · Autor: Uta Büttner

Personell auf der letzten Rille leistete der HSV dem großen Favoriten aus Dresden lange großen Widerstand.

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Die Vorzeichen vor dem Aufeinandertreffen der männlichen A-Jugend des HSV Weinböhla mit dem HC Elbflorenz 2006 standen ungünstiger denn je. Ganze sechs Feldspieler und zwei Torhüter hatte Trainer Martin Kovar gegen das Team aus dem Nachwuchsleistungszentrum Dresden zur Verfügung. Eine weitere deutliche Niederlage wie beim 17:43 im Hinspiel war zu befürchten. Am Ende aber gab es nur ein 25:31 (16:16). Und selbst das schmeichelte den Gästen, denn was der HSV in den 60 Minuten leistete, hätte mindestens einen Punkt verdient.

Die Weinböhlaer präsentierten sich als verschworene Truppe, in der jeder für den anderen kämpfte. Dabei leistete die Abwehr Schwerstarbeit. In der ersten Halbzeit kamen die Dresdner, die vor der Saison nur knapp am Aufstieg in die A-Jugend-Bundesliga gescheitert waren, nahezu überhaupt nicht zum Zug. Der frühere HSV-Top-Angreifer Felix Marx, der seit dieser Saison in Dresden spielt, war der einzige im Gäste-Dress, der für Gefahr sorgte und den die Weinböhlaer Deckung nur schwer in den Griff bekam. Durch geschicktes Verschieben, beherztes Zugreifen und schnelles Heraustreten hatte man den HC Elbflorenz soweit, dass er kaum noch gelungene Spielzüge zustande brachte. Hinzu kam, dass Torhüter Paul Röder zahlreiche Chancen vor allem über Linksaußen durch gutes Stellungsspiel vereitelte. Im Angriff waren die Gastgeber ziemlich effektiv. Allerdings gelang es nicht, sich abzusetzen. Bei Zwei-Tore-Führungen (8:6, 12:10, 14:12) fehlte die Konsequenz, um die Gäste noch mehr in Bedrängnis zu bringen. Entsprechend folgte bereits in der Halbzeitpause das Lob von Trainer Martin Kovar: „Für mich seid ihr jetzt schon die Sieger. Ihr habt mich begeistert.“

Doch es war zu erwarten, dass das aufwändige Spiel der Gastgeber irgendwann zu einem Kräfteeinbruch führen muss, zumal man keinerlei Wechselmöglichkeiten hatte. Doch dieser ließ noch 15 Minuten auf sich warten. In der 46. Minute ging Dresden mit 22:21 in Führung und baute diese auf drei-Treffer aus. Ab diesem Zeitpunkt ging im HSV-Spiel nicht mehr viel. Die Würfe waren nicht mehr vorbereitet, kamen meist aus dem Stand und wurden zu einer leichten Beute des gegnerischen Torhüters. Bei den anschließenden Kontern hatte die Weinböhlaer Abwehr keine Chance mehr. Zwar kämpfte die HSV-Jungs, doch eine Strafzeit in der 53. Minute ließ den letzten Funken Hoffnung auf eine Überraschung verglühen.

Die zahlreichen Zuschauer waren sich einig, ein sehenswertes Spiel erlebt zu haben, in dem die leidenschaftlich kämpfenden und spielenden Gastgeber unter Wert geschlagen wurden.

 

Der HSV spielte mit: Paul Röder, Max Schietzel (beide Tor), Henning Schmoz (8/2), Jonas Werner (5), Edwin Claus (4), Max Schrader (4), Maximilian Müller (3), Philip Büttner (1)