Männliche A-Jugend » Sachsenliga · Saison 2018/19

Sorgenkind Abwehr: HSV verliert auch gegen Freiberg

4. Spieltag | Samstag, 29. September 2018
HSV Weinböhla gegen HSG Freiberg | 30:35 (16:18)

Veröffentlicht am Donnerstag, 4. Oktober 2018 · Autor: Gerald Fritsche

Eine weitere vermeidbare Niederlage: Gegen die körperlich klar überlegenen Freiberger verlor die männliche A-Jugend mit 30:35.

Männliche A-Jugend, Sachsenliga, HSV Weinböhla, Saison 2018/19

Die Torhüter verhinderten schlimmeres, am Ende reichte die Mannschaftsleistung aber nicht für die ersten beiden Punkte.

Foto: Uta Büttner

Die Szene eine Stunde nach Spiel­schluss sagte alles: Die Mann­schaft des HSV Weinböhla saß noch immer in ihren Spiel­sa­chen gemeinsam mit Trainer Martin Kovar und seinen Assis­tenten auf dem Boden der Nassau-Halle und suchte nach Ursachen und Gründen für die neuer­liche, vermeid­bare Nieder­lage. 30:35 gegen die HSG Freiberg hieß es. Allein die Tordif­fe­renz verhin­dert derzeit, dass die Rote Laterne nach vier Pleiten in vier Spielen in Weinböhla leuchtet.

140 Gegentore in vier Partien sprechen eine deutliche Sprache, in welchem Mann­schafts­teil die Begeg­nungen verloren werden. Aber es sind immer wieder andere Gründe, die zu Gegen­toren führen. Waren es bislang häufig Konter oder Fehler im Verhalten gegen die Außen­an­greifer, fiel diesmal besonders der Mittel­block negativ auf. Freiberg konnte sich auch dank der körper­lich klar über­le­genen Akteure in der Zentrale und auf den Halb­po­si­tionen durch­setzen und zu leichten Toren kommen. Aggres­si­vität und Geschick im Abwehr­ver­halten beim HSV – Fehl­an­zeige. Hinzu kamen gedank­liche Aussetzer, die den Gästen große Lücken öffneten. Allein die Torhüter Paul Röder und Lukas Schmidt verhin­derten mit insgesamt 20 Paraden ein Debakel wie vor Wochen­frist gegen den HC Elbflo­renz.

Dass es nicht dazu kam, lag aber auch an der Angriffs­leis­tung, die diesmal wieder absolut liga­taug­lich war. 30 Tore, dazu noch 25(!) Fehlwürfe zeigen, dass dieses Spiel nie und nimmer verloren gehen musste. Das sah auch Trainer Kovar so, der so lautstark wie noch nie während der 60 Minuten immer wieder versuchte, Einfluss auf seine Schütz­linge zu nehmen. Phasen­weise gelang es, zumeist waren die Spieler mit den Anwei­sungen von außen über­for­dert. Ein, zwei Akteure, die während der Partie die Regie an sich ziehen und neue Impulse geben, hat die Mann­schaft nicht. Einer muss sich auf den anderen verlassen und das heißt auch, dass jeder 100 Prozent in jedem Spiel geben muss. Der Wille, Spiele unbedingt gewinnen zu wollen, ist nicht bei allen zu spüren.

Jetzt hat die Mann­schaft drei Wochen Zeit, sich einen neuen Charakter zu geben, ehe am 27. Oktober die HSG Neudorf/Döbeln in die Nass­au­halle kommt. Ein Gegner, der seinen Saison­start ebenfalls völlig an die Wand gefahren hat. Spätes­tens dann sollte ein »neuer« HSV auf der Platte stehen. Denn anschlie­ßend geht es gegen Mann­schaften, die im oberen Drittel der Tabelle stehen. Gegen diese braucht man Willen und Selbst­be­wusst­sein, um nicht wie gegen Elbflo­renz zum Kano­nen­futter zu werden.

Der HSV spielte mit: Paul Röder, Lukas Schmidt (beide Tor), Edwin Claus (9), Henning Schmoz (6/3), Franz Schrader (4), Philip Büttner (3), Jonas Werner (3), Alexis Le Grelle (2), Maximilian Müller (2), Tobias Clauß (1), Mark Prädel, Luca Schumann