Männliche A-Jugend » Sachsenliga · Saison 2018/19

Rückfall in alte Muster

HC Elbflorenz deklassiert den HSV

3. Spieltag | Sonntag, 23. September 2018
HC Elbflorenz 2006 gegen HSV Weinböhla | 43:17 (20:12)

Veröffentlicht am Freitag, 28. September 2018 · Autor: Uta Büttner

Leidenschaftslos, ideenlos, vor allem aber kampflos ergaben sich die HSV-Jungs beim HC Elbflorenz. Ein Rückfall in alte Zeiten.

Männliche A-Jugnd, HSV Weinböhla, Saison 2018/19

Foto: Uta Büttner

Es gibt sie, die Tage, an denen nichts geht. Das passiert jeder Mann­schaft. Doch der Auftritt des HSV Weinböhla beim HC Elbflo­renz 2006 in Dresden war bezüglich der Leistung, aber auch des Ergeb­nisses von 17:43 (12:20) ein Rückfall in alte Zeiten, die längst über­wunden geglaubt waren. Leiden­schaftslos, ideenlos, vor allem aber kampflos ergaben sich die HSV-Jungs in das Schicksal und kassierte die dritte Liga-Niederlage im dritten Spiel.

Das Team von Trainer Martin Kovar hätte nach den knappen Nieder­lagen in den Heim­spielen gegen Leipzig und Fraureuth durchaus selbst­be­wusster auftreten können. Aber bereits der Name des Gegners, der erst in der letzten Runde die Quali­fi­ka­tion für die A-Jugend-Bundesliga verspielt hatte, schien zu lähmen. Erst nach 5:45 Minuten gelang dem HSV in einer über­nervös geführten Anfangs­phase das erste Tor. Man sah, dass an diesem Tag nichts klappte. Fünf der ersten sechs Gegentore bis zur 13. Minute fielen über außen. Auch die Abwehr des HSV war völlig konfus.

Und das setzte sich auch im Angriff fort. Leichte Ball­ver­luste aufgrund von tech­ni­schen Fehlern oder schlam­pigen Zuspielen nutzte Elbflo­renz zu Kontern. Hinzu kam eine schon bis zur Halbzeit unter­ir­di­sche Wurfquote. 12 HSV-Würfe fanden den Weg ins Tor, 13 gingen vorbei oder wurden gehalten.

Wer gehofft hatte, dass Kovar in der Pause einiges korri­gieren könnte, wurde enttäuscht. Die zweite Halbzeit war mit das Schlech­teste, was man seit langem von der Mann­schaft zu sehen bekam.  Ganze fünf Treffer brachte der HSV noch zustande. So viele erzielte allein der ehemalige Wein­böhlaer Felix Marx, der seit dieser Saison das Elbflorenz-Trikot trägt. Am Ende stand nicht nur ein deklas­sie­rendes Ergebnis, auch die statis­ti­schen Zahlen sind ernüch­ternd: 22 tech­ni­sche Fehler und 30 Fehlwürfe wurden regis­triert. Allein die 15 Paraden von Paul Röder – darunter ein Strafwurf – waren an diesem Sonntag positiv.

Zum nächsten Heimspiel erwartet der HSV am Samstag die HSG Freiberg. Ein Team, was auch sehr schwer in die Saison gekommen ist. Viel­leicht der richtige Zeitpunkt, um Wieder­gut­ma­chung zu betreiben.

Der HSV spielte mit: Paul Röder (Tor), Edwin Claus (4/1), Maximilian Müller (4), Alexis Le Grelle (3), Franz Schrader (3), Philip Büttner (2/1), Jonas Werner (1), Tobias Clauß, Carlos Lorenz, Lukas Schmidt, Luca Schumann