Männliche A-Jugend » Sachsenliga · Saison 2019/20

Unnötige Niederlage

16. Spieltag | Samstag, 3. Februar 2018
HSV Weinböhla gegen NSG Gc-Mee-LO | 20:22 (10:10)

Veröffentlicht am Montag, 5. Februar 2018 · Autor: Dirk Rostig

Eine völlig unnötige 22:20-Niederlage kassierte die A-Jugend gegen die Nachwuchsspielgemeinschaft aus Glauchau, Meerane und Limbach-Oberfrohna.

Männliche A-Jugend, HSV Weinböhla, Sachsenliga, Saison 2017/18

HSV Weinböhla, Männliche A-Jugend, Sachsenliga Saison 2017/18

Foto: Uta Büttner

Die A-Jugend des HSV Weinböhla hat erneut eine völlig unnötige Nieder­lage in der Sach­sen­liga kassiert. Gegen die NSG Glauchau-Meerane-Lo musste sich das Team von Trainer Martin Kovar mit 20:22 (10:10) geschlagen geben. In einer komplett ausge­gli­chenen Partie entschied letztlich die Wurfquote gegen die Gastgeber. Über 50 Prozent der abge­ge­benen Würfe fanden nicht ihr Ziel.
Dabei hätte man vermuten können, dass die Abwehr zum Problem werden könnte. Mit Paul Röder fehlte der einzige Torhüter der Mann­schaft, zudem konnten die abwehr­starken Philip Büttner und Edwin Claus wegen Erkran­kung nicht einge­setzt werden. Doch gerade der Deckungs­ver­bund präsen­tierte sich diesmal als stark. Die ins Tor gerückten Feld­spieler Georg Arnold und Jonas Werner zeigten starke Reak­tionen, hielten 17 Würfe des Gegners, darunter einen Sieben­meter. Das erste Gegentor kassierte der HSV erst in der siebten Minute.

Immer, wenn der Gegner davon­zu­ziehen drohte, stellte Kovar das Team in Auszeiten neu ein. So wurden ein 2:5-beziehungsweise 4:7-Rückstand (16./20.) genauso wieder egali­siert wie nach der Pause eine 17:12-Führung der NSG. Doch immer, wenn der HSV wieder dran war und selbst die Chance zur Führung hatte, unter­liefen den Wein­böhlaern eklatante Fehler im Abschluss. Da nutzten auch gebets­müh­len­artig vorge­tra­gene Hinweise und Tipps von der Trai­ner­bank nichts, im Angriff lief einfach zu vieles nicht zusammen.

Bis zur 56. Minute stand das Spiel auf Messers Schneide, dann wurde aber eine doppelte Überzahl von den HSV-Spielern nicht genutzt. Im Gegenteil: Die NSG ging in Führung und konnte diese über die Zeit bringen. Auch, weil die einzigen drei tech­ni­schen Fehler der Gastgeber nach der Pause genau in diese Zeit fielen und damit die Chance auf den Ausgleich fahr­lässig vergeben wurde. Auch die Vielzahl der Zeit­strafen nach dem Wechsel – der HSV musste siebenmal in Unterzahl spielen und verlor Simon Brog­sitter durch eine Rote Karte (49.) – waren für die Stabi­li­sie­rung des Wein­böhlaer Spiels nicht zuträg­lich.

Auf die Abwehr­leis­tung lässt sich aufbauen, im Angriff muss der HSV in den kommenden zwei spiel­freien Wochen aber enorm zulegen. Dafür wäre eine intensive Trai­nings­be­tei­li­gung trotz Ferien aber zwingend erfor­der­lich.

Der HSV spielte mit: Georg Arnold und Jonas Werner (Tor), Felix Marx (9/2), Willi Häbold (3), Alexis Le Grelle (2), Felix May (2), Willi Rodig (1), Henning Schmoz (1), Franz Schrader (1), Paul Wätzig (1), Simon Brogsitter, Niklas Vogel