Männliche A-Jugend » Sachsenliga · Saison 2018/19

Erlösung vor dem Weihnachtsfest: A-Jugend gelingt erster Saison-Sieg

10. Spieltag | Samstag, 15. Dezember 2018
HV Einheit Plauen gegen HSV Weinböhla | 33:35 (16:18)

Veröffentlicht am Donnerstag, 10. Januar 2019 · Autor: Uta Büttner

Im zehnten Spiel sind der männlichen A-Jugend in der Sachsenliga die ersten beiden Punkte gelungen. Trotzdem leuchtet noch die Rote Laterne.

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Nah dran am ersten Sieg war die männliche A-Jugend in dieser Saison schon öfter. Allein es fehlte das Können oder das Glück. Im letzten Spiel des Jahres hatte man beides.

Sie hüpften, sie sangen und freuten sich wie kleine Kinder über ein besonderes Weihnachtsgeschenk: Im letzten Sachsenliga-Spiel des Jahres hat die männliche A-Jugend endlich den ersten Saisonsieg geholt. Beim Tabellennachbarn HC Einheit Plauen gab es ein 35:33 (18:16). Und das in jeder Beziehung verdient, denn endlich einmal setzten die Jungs all das um, was sie Woche für Woche im Training üben. Und sie hatten das Glück auf einen Gegner zu treffen, der sie gewähren ließ und selbst nur wenige Akzente setzen konnte.

Seit langem wieder einmal war der HSV personell (fast) vollzählig. Dafür fehlte in Plauen das komplette Betreuerteam um Trainer Martin Kovar (mit der ersten Männermannschaft unterwegs). Das Duo Uta Büttner und Gerald Fritsche machte aus der Not eine Tugend. Sie forderten Konzentration, Kampf und Besinnung auf die eigenen, durchaus vorhandenen Stärken.

Und an all das hielt sich die Mannschaft. Nur einmal (2:3) lag der HSV im Rückstand. Auffallend diesmal die Chancenverwertung. 13 Fehlwürfe im Spielverlauf waren eine neue Qualität. Soviel und mehr gab es sonst oftmals pro Halbzeit. Due Deckung arbeitete leidenschaftlich und diesmal auch laut, man feuerte sich gegenseitig an. Es war eine Teamleistung, an der alle ihren Anteil hatten, wenngleich die Startformation auch die meiste Einsatzzeit hatte.

Vor allem war immer der Wille spürbar, dieses Spiel zu gewinnen. Zwischenzeitlich sah es bei einer sechs-Tore-Führung sogar nach einem klaren Sieg aus. Doch die Bank warnte eindringlich vor Selbstüberschätzung und Unkonzentriertheiten, die dem HSV in der Vergangenheit schon oft Punkte gekostet hatten.

Und Plauen war kein Gegner, der sich wehrlos in die Niederlage ergab. Tor um Tor holte man auf, auch, weil man bei den Weinböhlaern plötzlich Angst vor der eigenen Courage bekam. Statt die Angriffe in den letzten Minuten auszuspielen, gab es hektische, unvorbereitete Würfe, die zu Gegenstößen führten. Allein die Wurfschwäche der Gastgeber und einige gute Paraden von Torhüter Paul Röder verhinderten, dass es noch einmal richtig eng wurde.

Der Stein, der allen Beteiligten nach der Schusssirene vom Herzen fiel, war riesig. Man sollte den Sieg nicht überbewerten, aber die Art und Weise, wie er herausgearbeitet wurde, kann ein Neustart sein. Noch leuchtet die Rote Laterne des Tabellenschlusslichts wegen der schlechteren Tordifferenz in der Nassau-Halle. Doch das könnte sich schon im nächsten Spiel ändern. Am 5. Januar kommt Einheit Plauen zum Rückspiel nach Weinböhla. Wie man diesen Kontrahenten erfolgreich bespielen kann, weiß man jetzt beim HSV. Allerdings: Ein Selbstläufer wird es nicht. Denn auch dieses Spiel beginnt mit 0:0 und auch die Plauener kennen nun die Stärken und Schwächen des HSV.

Der HSV spielte mit: Max Schietzel, Paul Röder (beide Tor), Jonas Werner (10), Edwin Claus (7), Henning Schmoz (6/1), Franz Schrader (5), Alexis Le Grelle (4), Luca Schumann (3), Philip Büttner, Tobias Clauß, Maximilian Müller, Justin Zschocke