Männliche A-Jugend » Sachsenliga · Saison 2018/19

Eklatante Wurfeffizienz

HSV verliert auch gegen Neudorf/Döbeln. Dabei stand sich die Mannschaft selbst im Weg.

5. Spieltag | Samstag, 27. Oktober 2018
HSV Weinböhla gegen HSG Neudorf/Döbeln | 16:20 (7:9)

Veröffentlicht am Sonntag, 4. November 2018 · Autor: Gerald Fritsche

Die A-Jugend des HSV Weinböhla hat in der Sachsenliga auch das 5. Spiel verloren und bleibt im Tabellenkeller. Gegen die bis dahin ebenfalls punktlose HSG Neudorf/Döbeln gab es eine wiederum unnötige 16:20 (7:9)-Niederlage.

A-Jugend männlich, HSV Weinböhla, Sachsenliga, Saison 2018/19

Foto: Uta Büttner

War es in den vergan­genen Partien in erster Linie die Abwehr, die sich für die Spiel­ver­luste verant­wort­lich zeichnete, muss nach dieser Partie über die Angriffs­leis­tung gespro­chen werden. Trainer Martin Kovar musste mit Philip Büttner, Willi Rodig und Mark Prädel gleich auf drei Spieler aus unter­schied­li­chen Gründen verzichten. Vor allem die Verlet­zung von Büttner – im bishe­rigen Saison­ver­lauf zweit­bester HSV-Werfer – machte sich negativ bemerkbar. Zumal die Gäste fast im gesamten Spiel­ver­lauf den besten HSV-Torschützen Edwin Claus aus dem Spiel nahmen und damit der Rückraum massiv geschwächt war.

Bieder aufspie­lenden Gästen reichte das aber zum ersten Sieg, weil der HSV fahr­lässig mit den Chancen umging. 21 Fehlwürfe sind zwar vergleichs­weise wenig für die Wein­böhlaer, in einer Partie mit domi­nanten Abwehr­reihen aber eben viel zu viele. Selbst einhun­dert­pro­zen­tige Möglich­keiten wie vier Konter oder zwei Straf­würfe nutzten die Gastgeber nicht. Hier zeigten sich eklatante Technik-Schwächen. Anstatt sich den zwar stark, aber eben auch immer gleich reagie­renden Torhüter auszu­schauen und mit Wurf­va­ri­anten zum Erfolg zu kommen, knallte man die Bälle genau dorthin, wohin sie der Gäste-Schlussmann haben wollte.

Mit der überaus schlechten Wurf­ef­fi­zenz nahm man sich den Vorteil, den eine über weite Strecken gut funk­tio­nie­rende Abwehr aufbauen konnte. Paul Röder im Tor mit 16 Paraden gab seinem Team den entspre­chenden Rücken­halt, den Rückraum der Döbelner hatte man ziemlich gut im Griff.

Und auch die Moral stimmte. Selbst ein Vier-Tore-Rückstand zum Beginn der zweiten Halbzeit (8:12) schockte den HSV nicht. Innerhalb kürzester Zeit hatte man den Ausgleich geschafft und hätte davon ziehen können. Doch dann kamen erneut Fehlwürfe und tech­ni­sche Fehler, dazu gab es immer wieder Unterzahl, die die Gäste nutzten.

So musste man sich auch im vierten und letzten Heimspiel des Jahres 2018 geschlagen geben. Bis zum Jahres­wechsel folgen nun Auswärts­par­tien in Aue, Glauchau/Meerane, beim HSV Dresden, in Leipzig und beim derzei­tigen Schluss­licht in Plauen. Die Punkt­aus­beute sollte danach nicht Null lauten.

Der HSV spielte mit: Paul Röder, Lukas Schmidt (beide Tor), Henning Schmoz (6/1), Franz Schrader (3), Carlos Lorenz (2), Luca Schumann (2), Edwin Claus (1), Alexis Le Grelle (1) , Jonas Werner (1), Tobias Clauß, Maximilian Müller