Männliche A-Jugend » Sachsenliga · Saison 2018/19

Die zwei Gesichter der HSV-A-Jugend

Sachenliga, Spieltage 14 bis 17

Veröffentlicht am Montag, 1. April 2019 · Autor: Uta Büttner

Dass die männliche A-Jugend einen Spieltag vor Saisonende zwar sechs Punkte und damit vier mehr als in der vergangenen Spielzeit gesammelt hat und derzeit mit Rang acht gar nicht so schlecht dasteht, ist eine schöne Sache. Dass das Team von Trainer Martin Kovar aber durchaus weit besser platziert sein könnte, die andere - weniger angenehme. Die Spieltage 14 bis 17 zeigten die Gründe und die zwei Gesichter der Mannschaft.

16

Jubel nach dem Auswärtssieg gegen Döbeln mit einer dezimierten Truppe.

14. Spieltag, HSG Freiberg gegen HSV Weinböhla 42:33 (23:14)

Nach dem couragierten Auftritt gegen den HC Elbflorenz mit einer Rumpftruppe hatte man sich bei der HSG Freiberg durchaus etwas ausgerechnet. Zumal an diesem Tag auch wieder elf Spieler zur Verfügung standen. Doch diesmal verschlief das Team komplett die Anfangsviertelstunde, am Ende stand ein deutliches 33:42. Es lief praktisch nichts im Angriff. Das erste HSV-Tor war ein Strafwurf zum 1:5, nach sechs Minuten musste Kovar beim Stand von 1:6 die erste Auszeit nehmen. Doch das brachte auch nichts. Beim 4:14 nach 15 Minuten bahnte sich ein Debakel an. Die Fehlwürfe und Fehlabspiele nutzte Freiberg zu leichten Kontertoren. Doch dann fing sich der HSV. Hinten wurde endlich aggressiver gedeckt, vorn mit größerer Konzentration für eigene Treffer gesorgt. Eine Wende war aber nicht mehr möglich Auf weniger als sieben Tore Differenz ließ Freiberg den HSV nicht mehr heran.

Der HSV spielte mit: Paul Röder, Max Schietzel (beide Tor), Edwin Claus (9/1), Alexis Le Grelle (9/1), Carlos Lorenz (5), Jonas Werner (4), Henning Schmoz (3/1), Franz Schrader (2), Philip Büttner (1), Maximilian Müller, Luca Schumann

15. Spieltag, HSV Weinböhla gegen NSG Glauchau-Meerane 25:33 (14:17)

Mit der NSG Glauchau-Meerane-Limbach-Oberfrohna kam anschließend ein Gegner in die Nassauhalle, der ebenfalls dem Tabellenkeller angehört. Auch hier hieß das Ziel, dritter Saisonsieg. Doch auch diesmal klappte es nicht, der HSV unterlag mit 25:33. Nach ausgeglichenem Beginn zog der personell ebenso wie die Weinböhlaer arg dezimierte Gast bis zur 18. Minute auf fünf Treffer (11:6) davon. Diesmal waren es in erster Linie technische Fehler, die der NSG in die Karten spielten. Doch der HSV zeigte Moral, kämpfte sich bis zur Pausensirene auf drei Treffer heran (14:17) und wollte mit Schwung nach dem Seitenwechsel die Aufholjagd krönen. Daraus aber wurde nichts, da die Gäste ihrerseits mit Wiederbeginn anzogen und innerhalb von fünf Minuten auf 20:15 davonzogen. Davon erholte sich der HSV nicht mehr. Lobenswert war, dass das Team bis zum Schluss nicht auseinanderbrach, sondern immer versuchte, die Höhe der Niederlage in Grenzen zu halten.

Der HSV spielte mit: Paul Röder, Lucas Schmidt (beide Tor), Alexis Le Grelle (6), Philip Büttner (5), Luca Schumann (5/2), Jonas Werner (5/1), Carlos Lorenz (3), Franz Schrader (1), Henning Schmoz

16. Spieltag, HSV Weinböhla gegen HSG Neudorf/Döbeln 22:29 (11:13)

Das Gastspiel bei der HSG Neudorf/Döbeln verhieß von Beginn an nichts Gutes. Gegen den Tabellennachbarn traten die Weinböhlaer lediglich mit sieben Spielern an, beide Torhüter fehlten wegen Krankheit beziehungsweise Verletzung. So ging Mark Prädel zwischen die Pfosten und trug mit mehreren großen Paraden dazu bei, dass der HSV die Partie mit 29:22 für sich entschied. Dieser Auftritt zeigte wieder einmal, wozu das Team in der Lage ist, wenn jeder für den anderen spielt und kämpft. Die Torhüterleistung wie das gesamte aufmerksame und aggressive Deckungsverhalten führte zu zahlreichen Kontertoren, wobei sich Franz Schrader mit langen Sprints und einer ordentlichen Wurfeffektivität hervortat. Dr Sieg war Lohn für das Teamwork, das die Mannschaft an diesem Tag bewies.

Der HSV spielte mit: Mark Prädel (Tor), Franz Schrader (11), Edwin Claus (10/1), Philip Büttner (3), Jonas Werner (3), Henning Schmoz (2), Maximilian Müller

17. Spieltag HSV Weinböhla gegen NSG EHV/Nickelhütte Aue 18:48 (10:22)

Elf Minuten lang konnte der HSV schließlich gegen den verlustpunktfreien Sachsenliga-Tabellenführer NSG EHV/Nickelhütte Aue mithalten. Elf Minuten, die erneut das positive Gesicht des Weinböhlaer Spiels zeigten. Dass am Ende einmal mehr eine derbe 18:48-Niederlage stand, war einerseits der Überlegenheit und Klasse des Gegners aus dem Leistungszentrum geschuldet, zum anderen aber auch einer gewissen Naivität der Gastgeber bei eigenen Angriffen. Zudem hatte man sich falsche Ziele gesetzt. Angesichts des schon relativ schnellen klaren Spielstandes hätte man sich auf eine starke Abwehrleistung konzentrieren müssen. Doch man wollte mitspielen, was bei diesem Gegner, der einen Nachwuchs-Nationaltorhüter in seinen Reihen hatte, einfach nicht möglich war. Besonders nach der Pause scheiterte der HSV immer wieder am Gäste-Schlussmann, die folgenden Konter fanden fast ausnahmslos ihr Ziel.

Der HSV spielte mit: Paul Röder, Lucas Schmidt (beide Tor), Jonas Werner (7), Philip Büttner (5/1), Alexis Le Grelle (2), Mark Prädel (1), Luca Schumann (1/1), Franz Schrader (1), Justin Zschoche

 

Zum letzten Punktspiel der Saison kommt am 6. April der Tabellenzweite HSV Dresden in die Nassauhalle. Dann heißt es, sich ordentlich aus der Saison zu verabschieden. Mit Paul Röder, Philip Büttner, Edwin Claus und Henning Schmoz geben dann auch vier Leistungsträger ihren Abschied aus der Nachwuchsabteilung des HSV. Ob sie in der nächsten Saison in einer der Männer-Teams im Verein bleiben, muss abgewartet werden. Angesichts der Entwicklung, die diese Spieler im Laufe der Jahre durchgemacht haben, wäre es dem HSV Weinböhla zu wünschen.