Männliche A-Jugend » Sachsenliga · Saison 2019/20

Die zwei Gesichter der HSV-A-Jugend

Sachenliga, Spieltage 14 bis 17

Veröffentlicht am Montag, 1. April 2019 · Autor: Uta Büttner

Dass die männliche A-Jugend einen Spieltag vor Saisonende zwar sechs Punkte und damit vier mehr als in der vergangenen Spielzeit gesammelt hat und derzeit mit Rang acht gar nicht so schlecht dasteht, ist eine schöne Sache. Dass das Team von Trainer Martin Kovar aber durchaus weit besser platziert sein könnte, die andere - weniger angenehme. Die Spieltage 14 bis 17 zeigten die Gründe und die zwei Gesichter der Mannschaft.

16

Jubel nach dem Auswärtssieg gegen Döbeln mit einer dezimierten Truppe.

14. Spieltag, HSG Freiberg gegen HSV Weinböhla 42:33 (23:14)

Nach dem coura­gierten Auftritt gegen den HC Elbflo­renz mit einer Rumpf­truppe hatte man sich bei der HSG Freiberg durchaus etwas ausge­rechnet. Zumal an diesem Tag auch wieder elf Spieler zur Verfügung standen. Doch diesmal verschlief das Team komplett die Anfangs­vier­tel­stunde, am Ende stand ein deut­li­ches 33:42. Es lief praktisch nichts im Angriff. Das erste HSV-Tor war ein Strafwurf zum 1:5, nach sechs Minuten musste Kovar beim Stand von 1:6 die erste Auszeit nehmen. Doch das brachte auch nichts. Beim 4:14 nach 15 Minuten bahnte sich ein Debakel an. Die Fehlwürfe und Fehl­ab­spiele nutzte Freiberg zu leichten Konter­toren. Doch dann fing sich der HSV. Hinten wurde endlich aggres­siver gedeckt, vorn mit größerer Konzen­tra­tion für eigene Treffer gesorgt. Eine Wende war aber nicht mehr möglich Auf weniger als sieben Tore Differenz ließ Freiberg den HSV nicht mehr heran.

Der HSV spielte mit: Paul Röder, Max Schietzel (beide Tor), Edwin Claus (9/1), Alexis Le Grelle (9/1), Carlos Lorenz (5), Jonas Werner (4), Henning Schmoz (3/1), Franz Schrader (2), Philip Büttner (1), Maxi­mi­lian Müller, Luca Schumann

15. Spieltag, HSV Weinböhla gegen NSG Glauchau-Meerane 25:33 (14:17)

Mit der NSG Glauchau-Meerane-Limbach-Oberfrohna kam anschlie­ßend ein Gegner in die Nass­au­halle, der ebenfalls dem Tabel­len­keller angehört. Auch hier hieß das Ziel, dritter Saison­sieg. Doch auch diesmal klappte es nicht, der HSV unterlag mit 25:33. Nach ausge­gli­chenem Beginn zog der personell ebenso wie die Wein­böhlaer arg dezi­mierte Gast bis zur 18. Minute auf fünf Treffer (11:6) davon. Diesmal waren es in erster Linie tech­ni­sche Fehler, die der NSG in die Karten spielten. Doch der HSV zeigte Moral, kämpfte sich bis zur Pausen­si­rene auf drei Treffer heran (14:17) und wollte mit Schwung nach dem Seiten­wechsel die Aufhol­jagd krönen. Daraus aber wurde nichts, da die Gäste ihrer­seits mit Wieder­be­ginn anzogen und innerhalb von fünf Minuten auf 20:15 davon­zogen. Davon erholte sich der HSV nicht mehr. Lobens­wert war, dass das Team bis zum Schluss nicht ausein­an­der­brach, sondern immer versuchte, die Höhe der Nieder­lage in Grenzen zu halten.

Der HSV spielte mit: Paul Röder, Lucas Schmidt (beide Tor), Alexis Le Grelle (6), Philip Büttner (5), Luca Schumann (5/2), Jonas Werner (5/1), Carlos Lorenz (3), Franz Schrader (1), Henning Schmoz

16. Spieltag, HSV Weinböhla gegen HSG Neudorf/Döbeln 22:29 (11:13)

Das Gastspiel bei der HSG Neudorf/Döbeln verhieß von Beginn an nichts Gutes. Gegen den Tabel­len­nach­barn traten die Wein­böhlaer lediglich mit sieben Spielern an, beide Torhüter fehlten wegen Krankheit bezie­hungs­weise Verlet­zung. So ging Mark Prädel zwischen die Pfosten und trug mit mehreren großen Paraden dazu bei, dass der HSV die Partie mit 29:22 für sich entschied. Dieser Auftritt zeigte wieder einmal, wozu das Team in der Lage ist, wenn jeder für den anderen spielt und kämpft. Die Torhü­ter­leis­tung wie das gesamte aufmerk­same und aggres­sive Deckungs­ver­halten führte zu zahl­rei­chen Konter­toren, wobei sich Franz Schrader mit langen Sprints und einer ordent­li­chen Wurf­ef­fek­ti­vität hervortat. Dr Sieg war Lohn für das Teamwork, das die Mann­schaft an diesem Tag bewies.

Der HSV spielte mit: Mark Prädel (Tor), Franz Schrader (11), Edwin Claus (10/1), Philip Büttner (3), Jonas Werner (3), Henning Schmoz (2), Maxi­mi­lian Müller

17. Spieltag HSV Weinböhla gegen NSG EHV/Nickelhütte Aue 18:48 (10:22)

Elf Minuten lang konnte der HSV schließ­lich gegen den verlust­punkt­freien Sachsenliga-Tabellenführer NSG EHV/Nickelhütte Aue mithalten. Elf Minuten, die erneut das positive Gesicht des Wein­böhlaer Spiels zeigten. Dass am Ende einmal mehr eine derbe 18:48-Niederlage stand, war einer­seits der Über­le­gen­heit und Klasse des Gegners aus dem Leis­tungs­zen­trum geschuldet, zum anderen aber auch einer gewissen Naivität der Gastgeber bei eigenen Angriffen. Zudem hatte man sich falsche Ziele gesetzt. Ange­sichts des schon relativ schnellen klaren Spiel­standes hätte man sich auf eine starke Abwehr­leis­tung konzen­trieren müssen. Doch man wollte mitspielen, was bei diesem Gegner, der einen Nachwuchs-Nationaltorhüter in seinen Reihen hatte, einfach nicht möglich war. Besonders nach der Pause schei­terte der HSV immer wieder am Gäste-Schlussmann, die folgenden Konter fanden fast ausnahmslos ihr Ziel.

Der HSV spielte mit: Paul Röder, Lucas Schmidt (beide Tor), Jonas Werner (7), Philip Büttner (5/1), Alexis Le Grelle (2), Mark Prädel (1), Luca Schumann (1/1), Franz Schrader (1), Justin Zschoche

 

Zum letzten Punkt­spiel der Saison kommt am 6. April der Tabel­len­zweite HSV Dresden in die Nass­au­halle. Dann heißt es, sich ordent­lich aus der Saison zu verab­schieden. Mit Paul Röder, Philip Büttner, Edwin Claus und Henning Schmoz geben dann auch vier Leis­tungs­träger ihren Abschied aus der Nach­wuchs­ab­tei­lung des HSV. Ob sie in der nächsten Saison in einer der Männer-Teams im Verein bleiben, muss abge­wartet werden. Ange­sichts der Entwick­lung, die diese Spieler im Laufe der Jahre durch­ge­macht haben, wäre es dem HSV Weinböhla zu wünschen.