HSV Weinböhla
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Hohe Niederlage nach frühzeitiger Aufgabe

3. Spieltag | SG LVB Leipzig gegen HSV Weinböhla | 34:20 (13:9)

Veröffentlicht am Dienstag, 19. September 2017 · Autor: Uta Büttner

Der Fehlstart der männlichen A-Jugend in die Sachsenliga-Saison ist perfekt. Das Team von Trainer Martin Kovar verlor auch die dritte Partie des Spieljahres. Bei der SG LVB Leipzig gab es eine 20:34 (9:13)-Niederlage, womit die Rote Laterne des Tabellenschlusslichts nun in der Nassauhalle leuchtet.

Nach dem zumindest 30-minütigen starken Auftritt vor einer Woche gegen Hoyerswerda hoffte der HSV in Leipzig auf eine Wende zum Besseren, zumal der Kontrahent bislang immer ein Lieblingsgegner der Weinböhlaer war. Auch in der Qualifikation zur Sachsenliga hatte man LVB in deren Halle bezwungen. Diesmal aber wurde daraus nichts, weil es erneut viele Unzulänglichkeiten gab. Vor allem mit der Maßgabe, in der neuen Leipziger Halle ohne Harz spielen zu müssen, kam man kaum klar. Die Mehrzahl der 25 technischen Fehler im Spielverlauf entsprangen Fang- und Zuspielproblemen wegen fehlender Griffigkeit des Balls.

Aber das ist nicht der einzige Grund der Niederlage. Der HSV verschlief förmlich die Anfangsphase, lag nach sechs Minuten bereits mit 1:5 zurück. Dabei wurde offensichtlich, dass die HSV-Jungs im Deckungsverbund an diesem Tag große Schwierigkeiten hatten. Außerdem fehlte jeglicher Druck aus dem Rückraum. Selbst Torgarant Felix Marx stand an diesem Tag neben sich. Ihm merkte man den Kräfteverschleiß nach seinem 30-Minuten-Einsatz am Abend zuvor in der 1. Männermannschaft an. Die schlechte Wurfbilanz führte immer wieder zu Kontern. Dabei konnte der HSV von Glück reden, dass auch der Gegner fahrlässig mit seinen Chancen umging, ansonsten wäre bereits vor der Pause alles entschieden gewesen.

Das passierte dann nach dem Wechsel. Zunächst konnten die Weinböhlaer noch gegenhalten. Doch als sowohl Marx als auch Willi Häbold, die den Abwehr-Mittelblock bildeten, bereits nach 40 Minuten zwei Zeitstrafen auf ihrem Konto hatten und sich gegen die quirligen Leipziger nichts mehr erlauben durften, brach die Abwehr völlig ein. Die HSV-Spieler ließen sich immer wieder aus dem 6:0-Riegel locken, wurden dann überspielt und kassierten ein Gegentor nach dem anderen. Dabei gelangen allein dem LVB-Linksaußen in der zweiten Halbzeit zehn Treffer, wobei er es mit seiner Wurfvariabilität auch HSV-Torhüter Paul Röder schwer machte, entscheidend einzugreifen. Man ergab sich ziemlich schnell in das Schicksaal einer weiteren hohen Niederlage.
Positiv war, dass man diesmal selbst über die Außen für Gefahr sorgte. Elf der 20 HSV-Tore gingen auf die Konten der Flügelspieler.

Vor dem Spiel gegen Staffelfavorit SC DHfK Leipzig am Samstag gibt es beim HSV einiges zu tun. Nicht nur ein engagierteres Arbeiten in der Verteidigung ist nötig, auch mental muss sich die Mannschaft schnellstens steigern. Niederlagen können passieren, sich frühzeitig damit abfinden und auf den Kampf bis zum Schlusspfiff verzichten, gehört aber nicht zu diesem Team, das in der Vergangenheit oft genug bewiesen hat, was mit einer richtigen Einstellung und Motivation erreicht werden kann.

Für den HSV Weinböhla spielten: Paul Röder (Tor), Willi Rodig (5), Felix Marx (4/2), Paul Wetzig (4/3), Edwin Claus (3),  Willi Häbold (3), Simon Brogsitter (1), Felix May, Felix Schmidt, Henning Schmoz

Fotos: Philip Büttner

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