1. Männermannschaft » Sachsenliga · Saison 2021/2022

Hausaufgaben gemacht: Erster Punktspielsieg 2022

8. Spieltag | Samstag, 26. März 2022
HSV Weinböhla - KOWEG Görlitz  | 33:28 (16:12)

Veröffentlicht am Montag, 28. März 2022 · Autor: Uta Büttner

Das Training hat sich gelohnt. Die Männer des HSV Weinböhla hatten auf die offensive Verteidigung des Gegners eine Antwort. Der Sieg war der Lohn.

HSV Wbl gegen Koweg Görltz_Bild 5

Tobias Sperling zeigte mit zwölf Toren wieder eine überragende Leistung.

Endlich hat es geklappt: Die Männer des HSV Weinböhla haben dank einer enormen Steigerung im Vergleich zum Unentschieden gegen Hoyerswerda eine Woche zuvor gegen KOWEG Görlitz den ersten Sachsenliga-Punktspielsieg des Jahres eingefahren. Das 33:28 (16:12) war Ausdruck einer konzentrierten Leistung von der ersten Minute an und damit auch verdient. Um eine Schwächephase kurz vor dem Ende kam das Team des Trainergespanns Martin Kovar/Nils Gäbler aber erneut nicht herum. Allerdings war aufgrund eines bereits Zehn-Tore-Vorsprungs eine Vorentscheidung schon gefallen.

Die HSV-Trainer mussten von vornherein das Team wieder umstellen. Kreisläufer Felix Just stand zwar im Kader und saß auf der Bank, wurde aber verletzungsbedingt nicht eingesetzt. So kam wie gegen Hoyerswerda A-Jugendspieler Philipp Heyne in der Offensive auf das Feld. Und das, obwohl er am Mittag noch mit der A-Jugend in einem kräftezehrenden Spiel in Limbach-Oberfrohna aktiv war. Um es vorweg zu nehmen: So lange seine Kräfte reichten und er seine Fußverletzung verdrängen konnte, gehörte er zu den Aktivposten.

In der Abwehr und zeitweise auch in der zweiten Hälfte im eigenen Angriff wurde Just von Marcel Weigt vertreten, der seine Sache auf der ungewohnten Position ebenfalls gut machte. Generell zeigte der HSV durchweg ein anderes Gesicht als in den Spielen zuvor. Die Körpersprache sagte diesmal deutlich, dass die Punkte in der Nassauhalle bleiben sollten. Ab Minute fünf setzten sich die Gastgeber Tor um Tor ab. Gino Löffler im Tor mit einigen Paraden legte dafür den Grundstein, vorn wurde konzentriert abgeschlossen. Wieder einmal tat sich Tobias Sperling hervor, kam im Spielverlauf auf zwölf Treffer. Auch über die Außenpositionen wurde die Görlitzer Abwehr mehrfach ausgehebelt. So war der Vier-Tore-Vorsprung zur Halbzeit verdient.

Nach dem Seitenwechsel zog der HSV das Tempo noch einmal an. Den Gästen gelang sechs Minuten kein eigener Treffer, das Kovar-Team legte dafür viermal den Ball ins gegnerische Gehäuse. Nach 40 Minuten war beim 23:13 eine Vorentscheidung gefallen.

Die Görlitzer reagierten darauf mit einer Taktikänderung. Sie setzten fortan auf vier A-Jugendliche, von denen zwei ihr Debüt im Männer-Team gaben. Fortan spielte KOWEG einen schnelleren Handball und fand damit immer wieder Lücken in der HSV-Abwehr. Zumal sie auch das Deckungssystem änderten, die drei Weinböhlaer Aufbauspieler in Manndeckung nahmen. Unter den Zuschauern wurden schmerzhafte Erinnerungen an das Hoyerswerda-Spiel wach, als die Gäste ebenfalls mit einer Offensivdeckung einen großen Rückstand aufholten. Auch diesmal schmolz der HSV-Vorsprung, allerdings zeigte sich diesmal, dass die Mannschaft im Training ihre Hausaufgaben gemacht hatte. Anders als gegen Hoyerswerda wurden Lösungen gefunden, wie man sich aus der Umklammerung befreien kann. Trotz einiger Schludrigkeiten bei klaren Möglichkeiten waren die HSV-Männer diesmal noch relativ treffsicher. So gab es nicht die befürchtete Zittereinlage „Wir hatten das auch die ganze Woche trainiert“, sagte Martin Kovar nach der Partie.

„Ich bin überglücklich, dass wir die zwei Punkte jetzt haben. Wir wollten zeigen, dass wir es drauf haben. Egal wie, wir haben es geschafft.“ Die Schwächephasen gelte es nun zu analysieren, „wir standen uns wieder einmal teilweise selber im Weg.“ Respekt zollte Kovar den Görlitzer jungen Spielern, „sie haben es sehr, sehr gut gemacht. Mit dem verdienten Sieg behauptete der HSV vorerst den zweiten Tabellenplatz.

Der HSV spielte mit: Gino Löffler, Justin Lindner (beide Tor), Tobias Sperling (12), Steve Horky (5), René Boese (4/3), André Häberer (3), Aureljus Stankevicius (3), Robin Gaida (2), Marcel Weigt (2), Gian-Luca Herrmann (1), Philipp Heyne (1), Denny Mertig, Danny Nguyen, Felix Just