HSV Weinböhla
wD-Jgd

Geschenk an die Gegner

MSV Dresden II - HSV Weinböhla (8:7) | Sport&Jugend Dresden - HSV Weinböhla (16:10)

Veröffentlicht am Montag, 27. November 2017 · Autor: Anke Hirsch

Am letzten Spieltag des Jahres ging es für unsere D-Mädels nach Dresden. Vor dem Spiel war die Motivation sehr hoch, galt es doch, die Tabellenführung zu halten. Leider war aber davon nach dem Anpfiff nicht mehr viel zu spüren.

Das erste Spiel gegen den MSV Dresden gestaltete sich auf beiden Seiten schwierig. Während unsere Gegnerinnen mit Fehlwürfen zu kämpfen hatten, kamen unsere Mädels nicht einmal bis zum Tor. Das Tempo war viel zu langsam und die Zuspiele sowie Laufwege teilweise unüberlegt.

Der MSV erkannte die Schwächen auf der HSV-Seite schnell, nutzte diese aus und sicherte sich so die fehlgeleiteten Bälle. Aufgrund der guten Leistung unserer Torfrau gingen wir nur mit zwei Toren Rückstand in die Halbzeit (5:7). In dieser sollten unsere D-Mädels motiviert werden und aufwachen, was jedoch nur teilweise gelang.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit stand die Abwehr deutlich besser, aber im Angriff passierte weiterhin nicht viel. Auch bei unseren Gegnerinnen war das Angriffsspiel noch nicht ausgereift, doch die HSV-Mädels waren nicht in der Lage, die gegnerischen Schwächen in Chancen umzuwandeln. Es fehlte nach wie vor das Tempo, die Abspiele waren unsicher, ein Kampf um den Ball oder einen Torerfolg waren von außen nicht zu sehen. Aufgrund der hohen Chancenverwertung auf der MSV-Seite verlor der HSV diese Partie nur mit 7:8.

In der nun folgenden Pause bis zum zweiten Spiel versuchten die Trainerinnen die Mädels zu motivieren und den Kampfgeist und den Willen zu wecken. Man sah auch, dass die Mädels nicht noch einmal verlieren wollten, aber zurück auf dem Spielfeld kam alles wieder anders als erhofft.

Das nächste Spiel gegen den Tabellenzweiten, die Sport und Jugend Dresden, sollte noch härter werden, was unseren Mädels auch bewusst zu sein schien. Oder doch nicht? Von Beginn an fehlte im Angriff wieder das Tempo, die Lücken wurden nicht erkannt und Wurf- und Fangfehler häuften sich im Sekundentakt. In der Abwehr scheiterten die HSV-Mädels daran, dass sie die zwei Kreisläufer unserer Gegner nicht unter Kontrolle bekamen und diese so ungehindert von der 6m-Linie abschließen konnten. Mit einem Rückstand von 5 Toren (3:8) ging es in die Halbzeitpause.

In der zweiten Halbzeit kehrte bei einigen allmählich der Kampfgeist zurück. Leider aber viel zu spät und auch nicht bei allen Spielerinnen. So kam zwar Bewegung ins Spiel, jedoch haben sich unsere Mädels zum Teil selbst überlaufen und sinnlose lange anstatt sichere kurze Pässe gespielt. Die Gegnerinnen konnten sich dadurch leicht den Ball sichern und hatten somit mehrere Konterchancen. Jedoch konnten die Spielerinnen, die den Kampfgeist wieder in sich entdeckt hatten, die Torabschlüsse teilweise verhinderten, was aber die Niederlage nicht mehr verhindern konnte, Endstand 10:16.

Fazit des Tages: Wer durch Trägheit und Unkonzentriertheit im Angriff und ohne Biss und Kampfgeist in der Abwehr dem Gegner ein Geschenk nach dem anderen zuspielt, der kann nur verlieren.

Ein großes Lob kann und muss unserer Torfrau ausgesprochen werden. Aufgrund ihrer sehr starken Leistung rettete sie die Mannschaft vor zwei noch höheren Niederlagen.

Die Trainingsziele der beiden folgenden spielfreien Monate werden sein, das Tempo und die Ausdauer zu steigern, dabei die Ballsicherheit auszubauen, aber auch die Bewegung ohne Ball muss trainiert werden.

Das Ziel der Mädels selbst für die nächsten Spiele ist trotz dieses rabenschwarzen Tages, sich wieder aufzuraffen und an die Tabellenspitze zu spielen.

Die Trainerinnen möchten sich an dieser Stelle bei allen Eltern für Ihre bisherige Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen ganz herzlich bedanken und ihnen eine schöne Advents- und Weihnachtszeit wünschen. Wir hoffen, nein besser, wir glauben fest an Eure weitere starke Unterstützung bei den Spielen in der 2. Saisonhälfte.

Zum Seitenanfang