1. Männermannschaft » Sachsenliga · Saison 2022/2023

Geschafft: HSV wird Sachsenliga-Zweiter

11. Spieltag | Sonntag, 1. Mai 2022
HSV Weinböhla - ZHC Grubenlampe | 26:20 (13:11)

Veröffentlicht am Donnerstag, 5. Mai 2022 · Autor: Uta Büttner

Ein Sieg über den neuen Sachsenmeister sichert den HSV-Männern den größten Erfolg der Vereinsgeschichte.

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Martin Kovar hat es wieder getan. Nachdem der Erfolgstrainer des HSV Weinböhla in der Saison 2019/2020 die B-Jugend auf Platz zwei der Sachsenliga geführt hatte, gelang ihm dieses Kunststück nun auch mit der Männer-Mannschaft. Der größte Erfolg in der HSV-Geschichte. Ein völlig verdienter und überzeugender 26:20 (13:11)-Erfolg über Sachsenmeister Zwickauer HC Grubenlampe am letzten Spieltag sicherte den Silberrang in Sachsens höchster Spielklasse ab.

Nach der Niederlage im Pokal-Viertelfinale gegen diesen Gegner hatten die HSV-Männer Revanche geschworen. Auch, weil nur mit einem Sieg der zweite Platz gesichert werden konnte. Das Trainergespann Kovar/Nils Gäbler hatte dafür die Zwickauer noch einmal genau studiert und einen erfolgversprechenden Matchplan erarbeitet. Wichtigster Punkt dabei: Eine sichere, aggressiv arbeitende Deckung. „Mir war klar, dass dieses Spiel in der Abwehr entschieden wird“, sagte Kovar.

Entsprechend arbeitete das Team. Zumal auch Gino Löffler im Tor einen sehr guten Tag erwischte und entscheidende Bälle hielt. Wenn es etwas zu bemängeln war, dann die Chancenverwertung. Gerade über die Außenpositionen lief an diesem Tag fast gar nichts. Obwohl, wie Gäbler nach der Partie sagte, das Angriffsspiel eigentlich genau darüber laufen sollte.

Dennoch fand der Gastgeber Lösungen und hätte die Partie schon viel eher klar für sich entscheiden können. „Ich habe ein bisschen geahnt – auch mit dem Wissen, dass einige etwas angeschlagen sind – , dass wir vielleicht vorne nicht alles treffen. Dass wir heute an so einem Tag, wo es um alles geht, nicht die schönsten Tore machen werden“, sagte Kovar. „Alle wollen unbedingt und dann sind die Arme ein bisschen kürzer und die Spannung ist ein bisschen größer. Wir hatten mit dem Nils die Jungs gebeten, dass sie hinten das Ding reißen und vorn ein paar einfache Tore zu werfen.“

Der HSV startete gut und führte nach sechs Minuten mit 4:1. Was folgte, waren Fehlwürfe auf beiden Seiten. Fast vier Minuten lang gab es hüben wie drüben keinen Treffer. Dann aber fing sich der neue Meister, holte Tor um Tor auf und ging beim 9:8 (20.) zum ersten, aber auch einzigen Mal in Führung. In dieser Phase war viel Leerlauf im HSV-Spiel. Nicht nur, dass es mehrere Fehlwürfe gab. Auch technische Unzulänglichkeiten und Fehlpässe schlichen sich ein und störten den Spielfluss. Dennoch so sagte Gäbler, „hatte ich nie das Gefühl, dass wir heute in Schwierigkeiten kommen könnten, auch als wir die schwächere Phase hatten.“

Kovar reagierte mit einer Auszeit und brachte die Mannschaft wieder auf Linie. Zwar gab es immer noch viele vergebene Chancen und erst nach 24 Minuten gelang der erste Treffer über außen, doch die Abwehr war wieder hellwach, so dass es mit einer knappen Führung in die Pause ging.

Nach dem Seitenwechsel gab es lange ein Spiel auf Augenhöhe. Die Gastgeber führten immer, doch absetzen konnten sich die Weinböhlaer vor allem wegen des Auslassens bester Chancen lange Zeit nicht. Nach 46 Minuten gelang dem HSV wieder eine Drei-Tore-Führung (19:16), die eine Vorentscheidung bedeutete. Denn die Westsachsen fanden von da an keine geeigneten Mittel mehr, um die Einheimischen entscheidend zu beeinflussen. Ab dem 23:19 nach 54 Minuten war es ein Schaulaufen der HSV-Männer, bei dem der Meister nur noch eine Statistenrolle einnahm. Der Rest war Jubel.

„Für uns war es wichtig, heute nach dem verlorenen Pokalspiel gegen Grubenlampe eine kämpferische Leistung zu zeigen. Und das haben die Jungs auch gemacht“, resümierte Gäbler. Tobias Sperling wurde mit 66 Treffern Fünfter in der Torschützenliste der Sachsenliga, René Boese mit 21 Siebenmetertoren bei 22 Versuchen und einer Quote von 95,45 Prozent einer der Erfolgreichsten in dieser Wertung.

Der HSV spielte mit: Gino Löffler, Justin Lindner (beide Tor), Tobias Sperling (5), Aurelius Stankevicius (5), Marcel Weig (5), Denny Mertig (4), René Boese (3/2), Felix Just (3), Matthias Obst (1), Robin Gaida, Gian-Luca Herrmann, Steve Horky, Felix Marx, Danny Nguyen