HSV Weinböhla
IMG_8570

Totalausfall im Erzgebirge

10. Spieltag | SV Rotation Weißenborn gegen HSV Weinböhla | 43:12 (21:5)

Veröffentlicht am Mittwoch, 22. November 2017 · Autor: Dirk Rostig

Die Frauen des HSV Weinböhla (4., 11:7 Punkte) blamierten sich am zehnten Spieltag beim derzeitigen Vize (13:5 Punkte) in Weißenborn. Nach einer völlig desolaten Leistung kassierten sie eine verdiente 43:12-Niederlage, bleiben damit in der Tabelle vorerst auf Rang 5. Allerdings rückt das Mittelfeld dadurch enger zusammen.

Das Spielgeschehen ist schnell erzählt: Jeder Fehler – und davon gab es auf Weinböhlaer Seite erneut viele – wurde mit einem Tempogegenstoß durch die Gastgeber erfolgreich abgeschlossen. So musste Weinböhlas Coach bereits nach nicht einmal acht Minuten beim Stand von 7:0 die grüne Karte legen. Allerdings sollte sie nichts am Spielverlauf ändern. Weißenborn aggressiv in der Abwehr, zusätzliche Verunsicherung durch diverse Schiedsrichterentscheidungen und viele vergebene Chancen – bereits zur Halbzeit beim Stand von 21:5 waren alle Messen gelesen.

Und auch die zweiten dreißig Minuten knüpften daran nahtlos an. Die Hausherrinnen bestätigten ihre Aufstiegsambitionen, während der HSV ein ideenloses, über weite Strecken langsames und vor allem fehlerbehaftetes Spiel bot. Am Ende gab es mit dem Endstand von 43:12 für die HSV-Frauen die bisher deutlichste Pleite in der über zehnjährigen Zugehörigkeit in der Verbandsliga.

Auch Trainer Michael Becker fand nach dem Spiel kaum Worte: „Natürlich war und ist Weißenborn ein Aufstiegsaspirant. Und natürlich kann man hier verlieren. Aber es ist auch immer eine Frage wie man verliert. Und da haben wir uns heute echt blamiert.“ Aber er ergänzt auch: „Man gewinnt und man verliert als Mannschaft. Heute hatten alle Damen einen rabenschwarzen Tag und alle spielten weit unter ihren eigentlichen Leistungsvermögen.“ Allerdings ließ er auch die Vorbereitung auf das Spiel nicht unerwähnt: „Derzeit – mitten in der heißen Schlussphase der Hinrunde – lässt die Trainingsbeteiligung sehr zu wünschen übrig. Zum Abschlusstraining waren die Woche gerade einmal drei Mädels anwesend.“

Damit blickt er auch auf das kommende Wochenende voraus. Das letzte Spiel der Hinrunde bestreiten die HSV-Frauen in der heimischen Nassauhalle gegen das Reserve-Team des SV Koweg Görlitz. Die Ostsachsen setzen immer wieder bis zu acht Spielerinnen der in der Mitteldeutschen Oberliga spielenden ersten Mannschaft zurück. So haben die Görlitzerinnen mittlerweile die Abstiegszone verlassen und stehen nur drei Punkte hinter Weinböhla. Den HSV-Frauen steht somit am kommenden Samstag ein heißer Tanz bevor.

Für den HSV Weinböhla spielten: Anja Rostig und Susann Bäckert im Tor; Theresa Grüssel, Gina Hübner, Kathleen Klos, Victoria Münzberg, Franziska Klug, Denise Hofmann, Pia Hommel, Theresa Mögel, Odett Smogalski, Lisa Kaufmann

Zum Seitenanfang