HSV Weinböhla
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Mit leeren Händen aus dem Derby

7. Spieltag | VfL Meißen gegen HSV Weinböhla | 25:19 (11:11)

Veröffentlicht am Mittwoch, 1. November 2017 · Autor: Dirk Rostig

Für die Frauen des HSV Weinböhla bleibt Meißen ein unbezwingbares Parkett. Auch im sechsten Lokalderby auf Meißner Boden bleiben die Hausherrinnen vom VfL erfolgreich und gewinnen am Ende mit 25:19 deutlich. Damit rückt der VfL auf den zweiten Tabellenplatz vor, die HSV stehen nun im oberen Mittelfeld.

Der HSV kam nur schleppend ins Spiel, testete schon frühzeitig ausgiebig das Aluminium. Die Gastgeberinnen ließen sich nicht mehrfach bitten und legten gleich 2:0 vor. Nach und nach kamen auch die Gäste ins Spiel, sodass sich in der ersten Halbzeit ein Spiel auf Augenhöhe entwickelte. Auf beiden Seiten wurden Bälle leichtfertig vergeben, allerdings konnten die vergegebenen Chancen nicht immer vom Gegner genutzt werden: Beide Mannschaften legten in der Folge nun vor (6:4, 9:11), konnten den Vorsprung aber nicht halten. So ging es auch mit einem 11:11-Unentschieden in die Pause.

Gleich nach Wiederanpfiff erhöhten die Meißnerinnen und stellen den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her (13:11). Der HSV scheiterte nun zusehends an sich selbst – ob technische Fehler, vergebene Chancen frei vorm Tor – und hätte der Ball doch ins Tor gehen können, stand da immer noch die Meißner Torfrau im Kasten. Bis auf sechs Tore konnte sich so der VfL absetzen (20:14). Allerdings war da noch gut eine Viertelstunde zu spielen. Der HSV kämpfte, ließ allerdings dabei nach wie vor zu viel liegen, konnte nur auf 20:18 verkürzen. Das Spiel nahm weiter an Härte zu, insgesamt zeigten die beiden Unparteiischen elfmal zum Strafpunkt, verteilten fünf Zeitstrafen und zwei direkte rote Karten an Meißen und zwei Zeitstrafen an die Gäste. Allerdings konnten Letztere die Überzahl-Situationen über die gesamte Spielzeit nicht nutzen. Ganz im Gegenteil, Meißen hingegen nutzte die Unkonzentriertheiten und schraubte das Ergebnis am Ende wieder auf ein deutliches 25:19 hoch.

So fällt auch das Fazit von Weinböhlas Coach Michael Becker kurz und knapp aus: „Wer es nicht schafft, Überzahlsituationen clever auszuspielen und erfolgreich abzuschließen, kann nicht gewinnen. Zumal wir auch insgesamt mit unseren Chancen sehr verschwenderisch umgegangen sind.“ Aber gleichzeitig blickt er voraus: „Es kommen nun wichtige Spiele, die wir hoffentlich erfolgreich abschließen.“ Denn an jedem November-Wochenende steht ein Spiel an. Mit dem derzeitigen Tabellenführer vom HC Elbflorenz erwartet den HSV schon kommenden Samstag die nächste schwere Aufgabe.

Für den HSV Weinböhla spielten: Anja Rostig und Susann Bäckert im Tor; Theresa Grüssel (2), Gina Hübner, Krissi Löwe (1), Stefanie Schuricht, Denise Hofmann, Pia Hommel (3/1), Theresa Mögel (6/3), Elisabeth Roth, Odett Smogalski (1), Lisa Kaufmann, Franziska Klug (1), Anke Lipsky (5/1)

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