HSV Weinböhla
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Desolate Chancenverwertung

3. Spieltag | Burgstädter HC gegen HSV Weinböhla | 23:22 (10:8)

Veröffentlicht am Donnerstag, 21. September 2017 · Autor: Dirk Rostig

Am dritten Spieltag mussten die Frauen des HSV Weinböhla die erste Niederlage in der noch jungen Saison hinnehmen. Der große Kampf in Burgstädt blieb unbelohnt, am Ende verlieren die Weinböhlaerinnen ärgerlich mit 23:22 gegen schlagbare Gastgeberinnen.

Dabei ließen die HSV-Frauen vor allem ihre Treffsicherheit vermissen, die vor Wochenfrist noch zu einem deutlichen Heimsieg geführt hat. Gegen den Burgstädter HC ließen sie allerdings vor allem am Anfang viele Chancen – egal ob frei vorm Tor, vom Siebenmeterpunkt oder schön herausgespielt – liegen. Das war für die Gastgeberinnen natürlich Aufbauhilfe, die sich bereits nach einer guten Viertelstunde auf sechs Tore absetzten (9:3). Allerdings fand dann der der HSV besser ins Spiel und holte bis zum Seitenwechsel auf zwei Tore Rückstand auf (10:8).

Im zweiten Durchgang wollten nun beide Mannschaften das Spiel an sich reißen. Das änderte allerdings in der Folge nichts am zerfahrenen Spiel auf beiden Seiten. Burgstädt versuchte immer wieder mit Kreisanspielen zu Toren oder Strafwürfen zu kommen. Insgesamt acht Siebenmeter wurden gewährt, fünf überwanden Anja im Tor. So legte Burgstädt immer wieder vor (13:9, 16:12, 18:14/43.), Weinböhla kam ran (18:17/47.) und glich aus (19:19/50.). Einzig in den Minuten 52 bis 54 keimte Hoffnung auf einen Punkt auf, als Weinböhla kurzzeitig mit 20:21 in Führung lag. In der Defensive agierten die Gastgeberinnen sehr aggressiv und oft war nicht der Ball sondern Gesicht und Hals der Weinböhlaerinnen das Ziel. Doch da fehlte es denn Unparteiischen an klarer Linie und Augenmaß. Der größte Kritikpunkt, den sich die beiden Schiedsrichterinnen gefallen lassen müssen, ist die letzte Szene im Spiel: Es wird Freiwurf für Weinböhla gepfiffen, aber eine Burgstädter Spielerin hat den Ball in der Hand. Diese läuft mit dem Ball einfach weiter und wirft ihn nach einigen Sekunden – die Zeit wurde nicht gestoppt, sodass die letzten fünfzehn Sekunden weiter liefen – in die Ecke. Eigentlich sieht so ein Verhalten in den letzten dreißig Sekunden eine rote Karte und einen Siebenmeter vor. Hier aber nicht und so hatte Weinböhla zur Ausführung des letzten Angriffs nur noch zwei Sekunden Zeit. So blieb es am Ende bei der knappen 23:22-Niederlage.

Weinböhlas Coach Michael Becker war mit der Leistung der Schiedsrichter unzufrieden, die Ursache für die eigene Niederlage sieht er aber woanders: „Wir haben am Anfang zu viele Bälle liegen gelassen. Die Abwehr stand größtenteils gut aber vorn haben wir uns dafür nicht belohnt. Nichtsdestotrotz sind wir auf einem guten Weg, der Teamgeist und die Einstellung stimmt.“ So blickt er auch auf die Begegnung nächste Woche optimistisch, dann erwarten die HSV-Frauen die SG Klotzsche in der Nassauhalle Weinböhla. Da mittlerweile jedes Team schon Punkte liegen gelassen hat, ist ein Favorit im Vorfeld nicht auszumachen.

Für den HSV Weinböhla spielten: Anja und Rine im Tor; Vicky, Gina (1), Kathl (3), Krissi (4), Steffi, Denise, Pia (4), Floh (1), Elli (3), Odett (2), Franzi (4)

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