1. Frauenmannschaft » Verbandsliga Staffel Ost · Saison 2019/2020

Frauen zu Hause stark, auswärts ohne Chance

Veröffentlicht am Sonntag, 5. Januar 2020 · Autor: Dirk Rostig

Die Verbandsliga-Frauen stehen nach einer durchwachsenen Hinserie auf Rang 8.

1. Frauenmannschaft HSV Weinböhla, Verbandsliga Staffel Ost, Saison 2019/2020

1. Frauenmannschaft HSV Weinböhla, Verbandsliga Staffel Ost, Saison 2019/2020

Foto: Dirk Rostig

Für die Frauen des HSV Weinböhla ging Mitte Dezember eine durch­wach­sene Hinrunde in der Verbands­liga Staffel Ost zu Ende. Mit vier Siegen und sechs Nieder­lagen und den daraus resul­tie­renden 8:12 Punkten stehen sie auf Rang 8. Auffällig sind dabei die Heim­stärke aber auch die Auswärts­schwäche. Denn auf fremden Parkett konnten die Wein­böhlae­rinnen bisher nicht über­zeugen – die Auswärts­par­tien wurden mit durch­schnitt­lich über 15 Toren Differenz verloren. Ursachen dafür gibt es viele – seien es kurz- oder lang­fris­tige Ausfälle, Verhin­de­rungen und Verlet­zungen, die den Kader noch weiter ausdünnten. Die Konstanz fehlte bisher. Eine weitere große Baustelle ist die nach wie vor offene Trai­ner­frage. Die HSV-Frauen sind ohne festen Übungs­leiter in die Saison gestartet, nachdem Michael Becker bereits im März 2019 sein Amt aufgab. An der vakanten Stelle hat sich bisher nichts geändert. Mann­schafts­ver­ant­wort­li­cher Nick Damme, der das Frau­en­team schon seit Jahren betreut, kann leider auch nur konsta­tieren: »Die Situation ist für alle, vor allem für die Mädels, schwierig. Wir suchen aber weiterhin.« Christian Lux, der eigent­lich die zweite Männer­mann­schaft trainiert, übernimmt den Großteil der Trai­nings­ein­heiten und nahm auch während der Spiele auf der Bank Platz.

Zumindest zu Hause gewannen die Wein­böhlae­rinnen vier der fünf Heim­spiele. Einzig die 25:27-Niederlage gegen den Rade­berger SV schmerzt. Vor allem, da dieser Punkt­ver­lust gegen den Tabel­len­zehnten vermeidbar gewesen wäre. Umso wichtiger waren die Siege in den direkten Verglei­chen mit dem VfL Meißen (32:29) am ersten Heim­spieltag und der deutliche 33:12-Erfolg gegen Tabel­len­schluss­licht TBSV Neugers­dorf Anfang Oktober. Hinzu­kommen Siege gegen die Reserve-Mannschaften aus Görlitz und von den Röder­tal­bienen.

Es bleibt abzu­warten, ob die HSV-Frauen auch in der Rückrunde die Heim­stärke abrufen können. Denn dann gastiert ausnahmslos die obere Tabel­len­hälfte in der Nass­au­halle Weinböhla.

Die fünf­wö­chige Spiel­pause – die Frauen haben im Gegensatz zu den Männern eine Woche länger frei, da der HC Elbflo­renz 2006 seine Damen­mann­schaft zurück­ge­zogen hat – kommt also recht. In der Rückrunde wird neben Theresa Grüssel (Auslands­auf­ent­halt), Franziska Klug (Bänder­riss) und Kathleen Klos (Kapsel­riss) auch Pia Hommel aus der Babypause zurück­kehren. Letztere stieg bereits im Dezember ins Training wieder ein und absol­vierte zwei Spiele. Ebenso die 17jährige Sandy Kunze, die seit Dezember für Wein­böhlas erste Frau­en­mann­schaft auf Torejagd gehen darf und beim Pokal­spiel in Döbeln erste Akzente setzte. Personell wird die Situation damit etwas entspannter.

Aber das ist auch nötig, in der Rückrunde warten noch einmal mindes­tens genau so starke Brocken auf die HSV-Damen. Vor allem, da die Liga wieder ausge­gli­chen erscheint. Erst am letzten Hinrun­den­spieltag gab es zwei über­ra­schende Ergeb­nisse: Zum einen gewann der bis dahin Tabel­len­letzte Neugers­dorf beim starken Aufsteiger ESV Dresden (30:31/A), zum anderen verlor der bis dato verlust­punkt­freie Spit­zen­reiter SG Klotzsche im Neustädter Sport­forum (27:25/A).

Gegen ebenjenen Aufsteiger startet die HSV-Frauen nun in der heimi­schen Nass­au­halle in die Rückrunde. Am Samstag, 18. Januar 2020, wollen die HSV-Frauen die 28:19-Auftaktniederlage wett machen, werden dazu aber alles in die Waag­schale werfen müssen.