1. Frauenmannschaft » Verbandsliga Staffel Ost · Saison 2018/19

Frauen gewinnen nach starkem Kampf

10. Spieltag | Samstag, 24. November 2018
SV Koweg Görlitz II gegen HSV Weinböhla | 25:27 (11:19)

Veröffentlicht am Montag, 26. November 2018 · Autor: Dirk Rostig

Am Auswärtswochenende begaben sich die Frauen auf die längste Auswärtsfahrt der Saison nach Görlitz. Und am Ende hat sich die Fahrt gelohnt - wenn auch am Ende denkbar knapp kann der HSV endlich mal wieder zwei Punkte aus Görlitz entführen.

Pia Hommel, Verbandsliga Frauen Staffel Ost, Saison 2018/19, Erste Frauenmannschaft, HSV Weinböhla

Pia Hommel fand zu alter Stärke zurück und erzielte acht Treffer – dabei auch den 25:27-Endtreffer.

Foto: Dirk Rostig

Denn in den letzten zwei Spiel­zeiten gab es gegen Görlitz weder zu Hause noch bei den Auswärts­par­tien etwas Zählbares. Doch in dieser Saison zeigten sich die Frauen von Trainer Michael Becker bisher in Spiel­laune und bezwangen zuletzt zwei ehemalige Sach­sen­li­gisten. An diesem Wochen­ende stand ihnen nun der SV Koweg Görlitz, der mit vier Spie­le­rinnen der Mittel­deut­schen Oberliga auflief, gegenüber.

Aller­dings zeigten sich die HSV-Frauen davon vor allem in der ersten Halbzeit voll­kommen unbe­ein­druckt. Denn von Beginn an legten die Wein­böhlae­rinnen vor, nach dem 0:1 führten sie nach zehn Minuten mit vier Toren (3:7). Und auch in den rest­li­chen zwanzig Minuten der ersten Halbzeit gelang dem HSV von allen Posi­tionen Torer­folge zu erzielen, sodass zur Pause ein Acht-Tore-Vorsprung raus­ge­worfen wurde (11:19). Und das dieses Tore-Polster wichtig sein würde, sollte sich dann in der zweiten Halbzeit zeigen.

Denn die Koweg-Damen kamen stark aus der Kabine, binnen sieben Minuten verkürzten sie auf drei Tore (16:19/37.). Erst danach konnten sich die Gäste wieder auf der Torschüt­zen­liste eintragen, drei Treffer in Folge (16:22/40.) sollten eigent­lich wieder etwas Sicher­heit geben. Das Gegenteil war der Fall. Denn die Görlit­ze­rinnen witterten ihrer­seits ihre Chance. Durch eine sehr aggres­sive und offensive Abwehr erzwangen die Gast­ge­be­rinnen Fehl­ab­spiele, zudem ließ der HSV auch einige klare Chancen liegen. So ging der HSV mit drei Toren plus in die letzten acht Minuten (23:26). Diese waren dann wiederum nichts für schwache Nerven. Görlitz wollte unbedingt die Wende erzwingen, doch der HSV hielt so gut es geht dagegen. Trotz eigener Unterzahl, verwor­fenem Strafwurf und Ball­ver­lusten konnte der Gastgeber nur den 25:26-Anschlusstreffer gut 70 Sekunden vor Abpfiff erzielen. Mit der Schluss­si­rene versenkt eine stark aufspie­lende Pia – mit acht Toren auch erfolg­reichste Werferin in diesem Spiel – den Ball im Görlitzer Kasten zum Endstand von 25:27.

Trainer Michael Becker fiel nach dem Spiel förmlich ein Stein vom Herzen: »Diese zwei Punkte waren wirklich hart erar­beitet!« Und er ergänzt: »In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt, in den zweiten dreißig Minuten war es eigent­lich nur ein Kampf – den wir am Ende aber glücklich gewonnen haben«. Mit dem neuer­li­chen Sieg haben die Frauen zum ersten Mal in dieser Saison ein positives Punk­te­konto (11:9) und belegen Rang 6, zwischen Meißen (7.) und Klotzsche (5.), die ihre Spiele ebenfalls gewannen.

Am nächsten Wochen­ende haben die Wein­böhlae­rinnen spielfrei, da die letzten Spiele der Hinrunde ins neue Jahr verlegt worden. So starten die Verbands­li­gisten am 8. Dezember mit je einem Heimspiel bereits in die Rückrunde.

Der HSV spielte mit: Anja Rostig und Susann Bäckert im Tor; Theresa Grüssel (4), Denise Hofmann (4), Kathleen Bohatzsch, Victoria Münzberg (3), Pia Hommel (8/2), Theresa Mögel (4/1), Odett Smogalski (1), Franziska Klug (3), Anke Lipsky