1. Frauenmannschaft » Verbandsliga Staffel Ost · Saison 2018/19

Zwei wichtige Punkte aus Heidenau

9. Spieltag | Samstag, 17.  November 2018
SSV Heidenau gegen HSV Weinböhla | 21:27 (10:11)

Veröffentlicht am Montag, 19. November 2018 · Autor: Dirk Rostig

Zwei hart erarbeitete Punkte: Gegen Sachsenliga-Absteiger biegen die HSV-Frauen in Halbzeit 2 in die Erfolgsspur und sichern sich die nächsten zwei Punkte.

HSV Weinböhla, Saison 2018/19, Theresa Mögel, Verbandsliga Staffel Ost, SSV Heidenau

Theresa Mögel besiegelt mit dem 27. Treffer den Auswärtserfolg.

Foto: Dirk Rostig

Auf die Frauen des HSV Weinböhla wartete am 9. Spieltag der nächste ehemalige Sachsenliga-Absteiger. Vor Wochen­frist gewannen die Verbandsliga-Damen wohl für einige über­ra­schend gegen Aufstiegs­aspi­rant VfB Bischofs­werda (29:25). Nun folgte der SSV Heidenau, der eher durch­wachsen in die Saison gestartet ist und seine Spiele zwar torreich gestal­tete, aber ein ums andere Mal knapp verlor.
Für Wein­böhlas Coach Michael Becker war die Aufgabe umso schwerer, da ihn über die Woche mehr und mehr Krank­mel­dungen ereilten. Am Ende reiste er mit einer Torfrau und zwei Auswech­sel­spie­le­rinnen nach Heidenau.

Und diese Auswech­sel­spie­le­rinnen waren bitter nötig, denn von Beginn an packte Heidenau ordent­lich zu und ging aggressiv zu Werke. Leider gelang es den Unpar­tei­ischen über die gesamte Spielzeit nicht, diese Härte und Verlet­zungs­ge­fahr aus dem Spiel zu nehmen. So verletzten sich bereits in den ersten Minuten Denise und im Konter Resi. Beide konnten vorerst nicht weiter spielen. Und so zeigte sich der HSV in den Anfangs­mi­nuten davon auch beein­druckt, lag vorerst hinten. Erst mit zuneh­mender Spiel­dauer nahmen die Wein­böhlae­rinnen die Heraus­for­de­rung anf und konnten vor allem durch Schnel­lig­keit und Einzel­ak­tionen Akzente setzen. So drehten sie den zwischen­zeit­li­chen Drei-Tore-Rückstand (9:6/22.) dank fünf Treffer in Folge zur eigenen 9:11-Führung. Die Seiten wurden dann beim Stand von 10:11 gewech­selt.

Die Heidenaue­rinnen wollten sich natürlich vor eigenem Publikum nicht so einfach geschlagen geben und es blieb in der Folge spannend: Die Gäste vertei­digten ihren knappen Vorsprung, wenn­gleich Heidenau immer wieder nach zog und ausglei­chen konnte (13:13, 14:14). Das 15:15 in Minute 38 sollte aller­dings der letzte Gleich­stand sein. In den nächsten Minuten konnte der HSV seine Abwehr stabi­li­sieren, Anja im Tor den zweiten Sieben­meter vereiteln und in die Offensive immer wieder Lücken reißen und Treffer erzielen. Floh stellte per Strafwurf die erste Drei-Tore-Führung für die Gäste her (51.). In der rest­li­chen Spielzeit kam der SSV zwar durch Ex-Rödertalbiene Nadja Hultsch nochmal auf ein Tor ran (21:22/55.), das war aller­dings auch gleich­zeitig der letzte Treffer der Haus­her­rinnen. In den letzten fünf Minuten gelangen dem HSV noch fünf Treffer ohne Gegen­treffer – Endstand 21:27.

»Die zwei Punkte heute waren absolut wichtig und verdient«, so das Kurz-Fazit von Coach Becker. Und er ergänzt: »Meine neun Damen haben heute mit- und fürein­ander gekämpft. Der Großteil musste komplett durch­spielen. Umso bemer­kens­werter ist es, dass wir nach gut 55 Minuten immer noch so viel Power hatten und die Punkte am Ende sicher mitnehmen.« Neben Anja im Tor, die nicht nur alle Straf­würfe hielt und der eigenen 100%-Verwandlungsquote vom Punkt lobte er vor allem die geschlos­sene Mann­schafts­leis­tung. Und Floh, die heute eigent­lich nur auf Links­außen spielte sollte, aber aus Mangel an Alter­na­tiven auch auf der rechten Außenbahn und am Kreis einge­setzt wurde und ihre »Aufgabe gemeis­tert« habe.

Zeit zum erholen von ihren Blessuren haben die HSV-Frauen aller­dings nicht. Denn schon nächsten Samstag erwartet der SV Koweg Görlitz auf die Wein­böhlae­rinnen. Anpfiff zu dieser Partie ist am Samstag um 18 Uhr in der Görlitzer Sport­halle Rausch­walde.

Der HSV spielte mit: Anja Rostig im Tor; Theresa Grüssel (2), Denise Hofmann (3), Victoria Münzberg (3), Pia Hommel (5/2), Theresa Mögel (3/2), Odett Smogalski (4), Franziska Klug (6), Anke Lipsky (1)