1. Frauenmannschaft » Verbandsliga Staffel Ost · Saison 2018/19

Frauen trotzen Favoriten zwei Punkte ab

8. Spieltag | Samstag, 10. November 2018
HSV Weinböhla gegen VfB 1999 Bischofswerda | 29:25 (15:11)

Veröffentlicht am Donnerstag, 15. November 2018 · Autor: Dirk Rostig

Eine schwere Aufgabe erwartete die Frauen am letzten Heimspieltag: Sachsenliga-Absteiger VfB Bischofswerda gab seine Visitenkarte in der Nassauhalle Weinböhla ab. Am Ende des Spiels können sich die Frauen von Micha über wohl zwei nicht so erwartete Punkte freuen.

Erste Frauenmannschaft, Victoria Münzberg, HSV Weinböhla, Verbandsliga Staffel Ost, Saison 2018/19

Überwand immer wieder die starke Bischofswerdaer Abwehr: Vicky war mit 7 Toren erfolgreichste Weinböhlaerin.

Foto: Dirk Rostig

Mit Sebastian Hartmann sitzt seit Sommer ein neuer Trainer auf der Bank, hinzu­kommt perso­nelle Verstär­kung auf der Platte. Vor allem Doreen Zerbst und Natascha Will – beide im Sommer von Mittel­deut­schen Ober­li­gisten von Radeberg bzw. Hoyers­werda nach Bischofs­werda gewech­selt — prägen den Angriff und erzielen durch­schnitt­lich 15 Tore pro Spiel zusammen. Aller­dings fehlten diese beiden Akteu­rinnen heute. Für Wein­böhlas Coach Michael Becker kein Grund, das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen, ganz im Gegenteil: »Wir müssen von Anfang an hoch­kon­zen­triert sein, denn die Gäste stehen nicht zu unrecht mit an der Spitze und bauen ihr Spiel nicht nur auf diese zwei.«

Und es sollte sich ein rassiges Duell entwi­ckeln: Beide Mann­schaften schenkten sich nichts, setzten auf Tempo. Nachdem der HSV in Person von Vicky durch ein Doppel­schlag vorlegte (2:0/1.), über­nahmen die Gäste kurz­zeitig das Zepter. Aller­dings war mit 3:5 (9.) die größte Führung der Schie­bo­cke­rinnen erreicht. In der Folge glich der HSV wieder aus (7:7/16.) und legte erneut vor (10:7/19.). Danach zeigten sich die Wein­böhlae­rinnen in Spiel­laune, über­wanden immer wieder die kompakte Abwehr der Gäste und spätes­tens als Kathleen mit dem 15. Wein­böhlaer Treffer den Vier-Tore-Vorsprung zum Seiten­wechsel (15:11) herstellte, war klar, dass es heute zu einer Über­ra­schung reichen könnte.

Und auch wenn der VfB den besseren Start in die zweiten dreißig Minuten hatte, heute behielten die HSV-Spielerinnen ihren Kopf oben und kämpften um jeden Ball. In der 34. Minute stand das Spiel auf Messer’s Schneide: Der HSV in Unterzahl und die Gäste erzielten per Strafwurf den Anschluss­treffer (16:15). Doch der HSV zeigte sich konzen­triert und stemmte sich geschlossen gegen den Ausgleichs­treffer. In der Folge legte die Heim­sieben wieder vor, die Gäste zeigten Nerven und mit zuneh­mender Spiel­dauer fand der HSV seine Spiel­si­cher­heit wieder. Selbst die Gäste-Auszeit in der 44. Minute beim Stand von 21:18 nützte eher den Wein­böhlae­rinnen, die nun auf 26:20 (50.) davon­zogen. In der rest­li­chen Spielzeit erzielte der HSV noch drei Treffer, während die Gäste noch zum 29:25-Endstand verkürzen konnten.

Trainer Micha freute sich nach dem Spiel: »Wir haben heute als Team gekämpft und gewonnen. Alle waren konzen­triert, haben wenige Fehler gemacht, zusam­men­ge­halten und sich gegen­seitig nach vorn gepusht.« Und er ergänzt: »Anja hat im Tor einige wichtige Treffer verhin­dert und vorn war unsere jüngste, Vicky Münzberg, kaum zu stoppen. Schon in der ersten Halbzeit erzielte sie sechs Tore.«

Der HSV spielte mit: Anja Rostig und Susann Bäckert im Tor; Theresa Grüssel (3), Denise Hofmann (3), Kathleen Klos (4), Kathleen Bohatzsch (1), Victoria Münzberg (7), Pia Hommel (5/5), Theresa Mögel (2), Odett Smogalski (1), Franziska Klug (1), Anke Lipsky (2/1)