1. Frauenmannschaft » Verbandsliga Staffel Ost · Saison 2018/19

Unnötige Niederlage

6. Spieltag | Samstag, 27. Oktober 2018
HSV Weinböhla gegen HC Elbflorenz 2006 | 29:33 (12:17)

Veröffentlicht am Dienstag, 30. Oktober 2018 · Autor: Dirk Rostig

Eine ärgerliche Niederlage für die HSV-Frauen: Gegen den HC Elbflorenz leisteten sich die Frauen zu viele Fehler um am Ende auch nur einen Punkt zu sichern.

HSV Weinböhla, Erste Frauen, Saison 2018/19, Victoria Münzberg, Verbandsliga Staffel Ost

Vicky war heute mit sechs Toren treffsicherste Weinböhlaerin.

Foto: Dirk Rostig

Für den dritten Heim­spieltag hatten sich die Frauen des HSV Weinböhla einiges vorge­nommen. Nach zuletzt zwei Siegen in Folge bestand die Möglich­keit, auf ein ausge­gli­chenes Punk­te­konto zu kommen und so ins Mittel­feld der Tabelle aufzu­rü­cken. Am insgesamt sechsten Spieltag gastierte mit dem HC Elbflo­renz 2006 aller­dings eine Mann­schaft in der Nass­au­halle Weinböhla, die zwar in der Tabelle hinter den Wein­böhlae­rinnen stand, dabei aber ihr Potential in den bishe­rigen Spielen nicht abrufen und nur einen Sieg in fünf Spielen sichern konnte.

So starteten beide Teams ohne großes Abtasten in die Partie. Und das es in dem Spiel ordent­lich zur Sache gehen sollte, wie sich später raus­stellen sollte, zeigte sich bereits in der ersten Minute – per Strafwurf nach voran­ge­gan­genem Foul legte Weinböhla vor (1:0). Aller­dings, und das sollte sich leider auch später heraus­stellen, war das die einzige Führung im gesamten Spiel­ver­lauf. Den die Dresd­ne­rinnen nahmen in den nächsten Minuten die Führung an sich (1:3/5.), konnten diese aber erst in den letzten Minuten vor dem Seiten­wechsel ausbauen. Denn statt mit einem Drei-Tore-Rückstand (10:13/26.) in die Pause zu gehen, kassierten die Gast­ge­be­rinnen noch vier Treffer und lagen so zur Halbzeit mit fünf Toren im Minus (12:17).

Im Handball sind fünf Tore noch kein sicheres Polster und so war auch die Devise von Wein­böhlas Coach Micha zur Pause klar. Er forderte von seinen Damen dran­zu­bleiben, sicherer zu spielen und die leicht­sin­nigen Abspiel- und Fang­fehler zu vermeiden. Denn vor allem durch die eigenen Fehler konnte der HC immer wieder leichte Baller­obe­rungen in einfache Tore umwandeln.

Zwar konnten die Gäste nach Wieder­an­pfiff direkt erhöhen, aber die Haus­her­rinnen zeigten nun, dass sie sich nicht kampflos geschlagen geben: Tor um Tor holten die Wein­böhlae­rinnen auf, trafen dabei von allen Posi­tionen. Und so erzielte eine heute erneut stark aufspie­lende Vicky gut 13 Minuten vor Ende den 20:21-Anschlusstreffer, dem kurz danach der Ausgleich folgte. In der Folge hatten beide Mann­schaften die Möglich­keit, das Spiel für sich zu entscheiden. Die Dresd­ne­rinnen wirkten verun­si­chert – die robuste Abwehr kassierte immerhin schon neben einer roten Karte mehrere Zeit­strafen – und den Wein­böhlae­rinnen kostete die Aufhol­jagd Kraft und sie verfielen in Hektik. So war es vorerst ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei denen die Gäste erneut vorlegten und Weinböhla aufschloss. Doch mit zuneh­mender Spiel­dauer wurde das Wein­böhlaer Spiel noch zerfah­rener, es schlichen sich die aus Halbzeit eins bekannten einfachen Fehler ein (26:28/55.). Die Dresd­ne­rinnen ließen sich nicht zweimal Bitten und machten in den letzten Minuten den Sack endgültig zu: Dank einer starken Schluss­phase ging der HC Elbflo­renz mit 29:33 als Sieger vom Platz und steht nun punkt­gleich mit Weinböhla in der unteren Hälfte der Tabelle.

Für Micha ist die Nieder­lage ärgerlich: »Wir haben uns heute zu viele Fehler geleistet. Zum einen haben wir zu viele Tore von den Außen­po­si­tionen kassiert, zum anderen profi­tierte Elbflo­renz von unseren simplen Ball­ver­lusten. So kamen sie zu viel zu einfachen Toren. Denn ansonsten stand unsere Abwehr gut und auch im Angriff konnten wir das ein oder andere Mal Akzente setzen.«

Und schon nächste Woche wartet der nächste schwere Gegner auf die Frauen aus Weinböhla. Dann gastieren sie am Sonn­tag­mittag bei der dritten Mann­schaft des Bundes­li­gisten HC Rödertal in Groß­röhrs­dorf. Auch die Röder­tal­bienen befinden sich mit bisher nur einem Sieg im Tabel­len­keller, konnten aber mit Hilfe des Bundesliga-Nachwuchses und Verstär­kung aus der Sach­sen­liga an diesem Spieltag gegen Absteiger Heidenau zwei Punkte gewinnen.

Der HSV spielte mit: Anja Rostig und Susann Bäckert im Tor; Theresa Grüssel (1), Denise Hofmann (5), Kathleen Klos (2), Kathleen Bohatzsch, Victoria Münzberg (6), Silvana Bischoff, Pia Hommel (5/4), Theresa Mögel (1), Lisa Kaufmann (2), Stefanie Schuricht, Franziska Klug (5), Anke Lipsky (2)