1. Frauenmannschaft » Verbandsliga Staffel Ost · Saison 2019/2020

Frauen gelingt Heimsieg gegen starke Gäste

16. Spieltag | Samstag, 3. Februar 2018
HSV Weinböhla gegen VfL Waldheim 54 | 27:23 (15:11)

Veröffentlicht am Dienstag, 6. Februar 2018 · Autor: Dirk Rostig

Mit 27:23 setzten sich die Frauen zu Hause gegen den Tabellennachbarn aus Waldheim durch. Beide Mannschaften lieferten sich ein starkes Spiel.

1. Frauenmannschaft, Heimspiel VfL Waldheim

Freude nach dem Spiel: Die Frauen gewinnen das umkämpfte Match gegen starke Waldheimerinnen.

Foto: Dirk Rostig

Die Nassauhalle scheint in dieser Saison für andere Mannschaften schwer einnehmbar zu sein. Nur die mit Oberliga-Spielerinnen aufgestockte zweite Mannschaft des SV Koweg Görlitz konnte im Dezember beide Punkte entführen. Und an diesem Wochenende gastierte der spielstarke VfL Waldheim, der vor Wochenfrist gegen den VfL Meißen gewann, in Weinböhla. Doch auch der musste sich am Ende mit 23:27 geschlagen geben und die Heimreise ohne Punkte antreten.

Doch bis die von Michael Becker trainierte erste Frauenmannschaft den nächsten Sieg einfahren konnte, musste sie sich mächtig ins Zeug legen. Denn auch wenn die Gäste nur beim 0:1 vorlegten, wurde jede Unachtsamkeit und jeder Fehler der Hausherrinnen bestraft. Vorerst übernahmen die HSV-Sieben das Spiel, legte über die Stationen 4:1 und 7:3 bis zu vier Tore vor (8:4/14.). Das zwang Gästetrainer Ulf Seeger nach gut einer Viertelstunde zum Legen der grünen Karte und zum Gespräch mit seiner Damen. In der Folge schien das auch Wirkung zu zeigen, denn es geriet immer mehr Sand ins Weinböhlaer Getriebe. In den nächsten zehn Minuten schlossen die Gäste immer weiter auf, bis sie beim Stand von 11:11 (25.) wieder ran waren. Doch die Gastgeberinnen starteten noch einmal durch und eine erneut stark aufspielende Resi netzte mit dem Pausenpfiff zum 15:11 ein.

„Wir müssen jetzt genau so stark und konzentriert weiterspielen, um heute wirklich zu gewinnen“, so Trainer Becker vor Anpfiff der zweiten dreißig Minuten. Und er sollte Recht behalten: Der HSV erhöhte zwar zwischenzeitlich auf sechs Tore (19:13/39.), allerdings ließen sich die Gäste davon nicht beeindrucken. Stattdessen nutzten sie eine kurze Schwächephase der Weinböhlaerinnen und waren plötzlich zehn Minuten vor Abpfiff in Schlagdistanz (22:21). In einer hektischen Schlussphase – ganze sechs Zeitstrafen, drei für jede Mannschaft, wurden noch vergeben – zeigten die HSV-Frauen erneut keine Nerven. Stattdessen erhöhten bis zum Abpfiff wieder auf den alten Vier-Tore-Vorsprung und gewannen am Ende verdient mit 27:23.

Für Trainer Michael Becker war der Sieg im Kampf um den Klassenerhalt wichtig: „Da es dieses Jahr vermutlich mehr als zwei Absteiger geben wird, müssen wir noch nachlegen.“ Und er ergänzt: „Heute haben sich wieder alle ins Zeug gelegt, immerhin standen wieder nur zehn Spielerinnen zur Verfügung. Aber alle haben füreinander und miteinander gekämpft.“ Und Becker bemerkt auch, dass bei jedem Spiel andere Verantwortung übernehmen: „Heute überzeugten vor allem Pia, Resi und Franzi. Wir sind so für die Gegner schwerer ausrechenbar, da immer jemand anderes Torgefahr ausstrahlt.“

Nun haben die HSV-Frauen zwei spielfreie Wochenenden, bevor dann am 25. Februar das nächste Punktspiel ansteht. Dann gastieren sie bei der dritten Mannschaft des HC Rödertal.

Der HSV spielte mit: Anja Rostig im Tor; Theresa Grüssel (6), Kristin Löwe (2), Victoria Münzberg, Denise Hofmann (3), Pia Hommel (7/4), Theresa Mögel (1/1), Lisa Kaufmann, Franziska Klug (5), Anke Lipsky (3/1)