1. Frauenmannschaft » Verbandsliga Staffel Ost · Saison 2019/2020

Kraft reicht nur für eine Halbzeit

15. Spieltag | Samstag, 27. Januar 2018
SG Klotzsche gegen HSV Weinböhla | 24:16 (10:10)

Veröffentlicht am Dienstag, 30. Januar 2018 · Autor: Dirk Rostig

Verletzungsbedingt musste die Frauen stark dezimiert beim Zweiten auflaufen. Nach einer Halbzeit auf Augenhöhe zieht sich der HSV mit einer Acht-Tore-Niederlage aus der Affäre.

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Denise Hofmann setzt sich durch.

Foto: Dirk Rostig

Nach dem Heimsieg in der Vorwoche gegen den Burg­städter HC hingen die Trauben für die Frauen des HSV Weinböhla am Samstag wesent­lich höher. Denn sie gastierten beim derzei­tigen Tabel­len­zweiten, der SG Klotzsche. Erschwe­rend kam hinzu, dass Wein­böhlas Coach gerade einmal zehn Spie­le­rinnen zur Verfügung standen. Die Mann­schaft, die dankens­wer­ter­weise von Marlen aus der zweiten Mann­schaft unter­stützt wurde, stellte sich so fast von selbst aus, da einige Spie­le­rinnen ange­schlagen in die Partie starteten. Aber mit Krissi, Odett, Anke, Kathleen, Steffi und Gina fehlten neben den Lang­zeit­feh­lenden gleich eine komplette Besetzung.

»Mit dem Wenigen, was uns zur Verfügung steht das Beste rausholen«, war die Devise von Becker vor dem Spiel. Und vor allem in den ersten dreißig Minuten setzten seine Damen das gut um. Denn ein ums andere Mal wurden die favo­ri­sierten und zahlen­mäßig über­le­genen Gast­ge­be­rinnen von den HSV-Frauen ausge­spielt. So war es die gesamte erste Halbzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei der die Gäste letzt­malig beim Stand von 8:9 (26.) vorlegen konnten. Die Seiten wurden beim Stand von 10:10 gewech­selt.

Trainer Becker war mit der ersten Halbzeit zufrieden, aller­dings machten sich bereits in der Verschnauf­pause die heute fehlenden Wech­sel­mög­lich­keiten bemerkbar. Und nach Wieder­an­pfiff kam es dann so, wie es kommen musste: Mit zuneh­mender Spiel­dauer konnten die Gast­ge­be­rinnen ihre derzei­tige Tabel­len­po­si­tion unter­strei­chen, wenn­gleich die Wein­böhlaer Abwehr und Anja im Tor dagegen hielten. So erzielten die SG-Spielerinnen vor allem einfache Tore durch Tempo­ge­gen­stöße. »Wir haben uns das Leben durch einfache Ball­ver­luste selbst schwer gemacht, so kam Klotzsche immer wieder zu leichten Toren«, so Becker nach der Partie. Und er ergänzt: »Nachdem die Dresdner mit fünf Toren in Front lagen, war einfach klar, dass wir heute nichts mehr gewinnen können. So hab ich dann auch unsere beiden Jüngsten und die Kranken etwas geschont.« Am Ende zieht sich der HSV mit »nur« achten Toren Rückstand achtbar aus der Affäre. »Die Nieder­lage geht mit 24:16 in Ordnung. Wir müssen jetzt darauf bauen, dass nächste Woche beim Heimspiel gegen Waldheim unsere Bank wieder voller sein wird«, so Becker abschlie­ßend.

Der HSV spielte mit: Anja Rostig im Tor; Theresa Grüssel (5), Victoria Münzberg, Susann Bäckert, Denise Hofmann (3), Pia Hommel (3/1), Theresa Mögel (1), Lisa Kaufmann (4/1), Franziska Klug, Marlen Riemer