HSV Weinböhla
A-Jugend-2017_18

Eine Niederlage, die Mut macht

22. Spieltag | HSV Dresden gegen HSV Weinböhla gegen SG Pirna Heidenau | 38:20 (17:8)

Veröffentlicht am Dienstag, 24. April 2018 · Autor: Uta Büttner

Von Gerald Fritsche

Zwar mit einer deutlichen Niederlage, aber dafür mit einer respektablen Leistung hat sich die männliche A-Jugend des HSV Weinböhla aus der Saison der Sachsenliga verabschiedet. Beim Meisterschaftszweiten HSV Dresden verlor das Team von Trainer Martin Kovar mit 20:38 (8:17). Doch obwohl die Niederlage erneut deftig ausfiel, waren sich alle Augenzeugen einig: Es war eine starke Leistung der Weinböhlaer, die auf den erkrankten Torhüter Paul Röder sowie auf weitere vier Spieler verzichten mussten.
Die Motivation der Mannschaft vor der Begegnung hielt sich nach der Heim-Klatsche gegen Pirna-Heidenau vor einer Woche in Grenzen. Zumal es für die Gastgeber noch darum ging, den zweiten Platz hinter DHfK Leipzig und noch vor EHV Nickelhütte Aue zu sichern. Die an diesem Tag mangels personeller Alternativen Mannschaftsverantwortlichen Uta Büttner und Gerald Fritsche appellierten an die Moral. Vor allem sollte Torhüter Jonas Werner – eigentlich Regisseur der B-Jugend – nicht im Stich gelassen werden. Zudem sollten Niklas Vogel und Simon Brogsitter, die beide ihr letztes Nachwuchsspiel bestritten, und dem zum HC Elbflorenz Dresden wechselnden Felix Marx, ein ordentlicher Abschied ermöglicht werden.

All das gelang. Jonas Werner machte eine starke Partie im Tor mit zahlreichen Paraden. Die Abwehr arbeitete aggressiv aber stets fair und im Angriff gelangen Spielzüge, die man im Saisonverlauf äußerst selten gesehen hatte. Selbst zu Kontertoren kamen die Weinböhlaer. Damit überspielte man auch den bereits Mitte der ersten Halbzeit verletzungsbedingten Ausfall von Willi Rodig, womit die Spielerdecke noch kleiner wurde.

Mit fortschreitender Spielzeit steigerte sich das Selbstbewusstsein und die Lust, einen ordentlichen Saisonausstand zu geben. In der Halbzeit steckte sich die Mannschaft das Ziel, mindestens 20 Tore zu werfen und gegen die in allen Beziehungen besseren Gastgeber keine 40 Gegentreffer zuzulassen. All das gelang, weil man als Team auftrat und Akteure wie Paul Wätzig oder Alexis Le Grelle ihre besten Saisonleistungen anboten.

Mit dem schönsten Tor des Tages, einem Dreher praktisch von der Grundlinie, verabschiedete sich Niklas Vogel in den Männerbereich.

Das größte Lob für die Mannschaft kam vom westsächsischen Schiedsrichter-Duo. Das bescheinigte dem Team nicht nur einen couragierten Auftritt, sondern erkannte ein sachsenligawürdiges Potenzial. Das nicht nur sporadisch abzurufen, muss das Ziel in der kommenden Spielzeit werden. Auch da wird die A-Jugend in der Sachsenliga antreten. Die grundlegenden Fehler der zu Ende gegangenen Saison sind bekannt. Mit einer erheblich besseren Trainingseinstellung und -beteiligung, mit einer mannschaftsdienlichen Spielvorbereitung, aber auch mit mehr Mut und Selbstbewusstsein in das eigene Leistungsvermögen sollte dann mehr drin sein als nur zwei Siege, von denen einer am Grünen Tisch auch noch annulliert wurde.

Der Dank der Mannschaft für die geleistete Arbeit geht an Martin Kovar und die teamverantwortlichen Thomas Claus und Uta Büttner. Aber auch an die Eltern, die das Team bei allen Spielen unterstützten und dabei für Stimmung sorgten. Ein besonderer Dank geht zudem an das Mercedes-Autohaus Hahn und Schmidt in Radebeul für das Bereitstellen eines Kleinbusses für die Auswärtsfahrten.
 
Der HSV spielte mit: Jonas Werner (Tor), Franz Schrader (5), Alexis Le Grelle (4), Paul Wätzig (3), , Felix Marx (2/1), Henning Schmoz (2), Simon Brogsitter (1), Philip Büttner (1), Edwin Claus (1), Niklas Vogel (1), Willi Rodig  

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