HSV Weinböhla
IMG_5425

Chancenlos gegen Spitzenreiter

4. Spieltag | HSV Weinböhla gegen SC DHfK Leipzig | 17:36 (4:15)

Veröffentlicht am Montag, 25. September 2017 · Autor: Uta Büttner

Der SC DHfK Leipzig war am 4. Spieltag der Handball-Sachsenliga für die A-Jugend des HSV Weinböhla eine Nummer zu groß. Beim 17:36 (4:15) offenbarten die Weinböhlaer dabei besonders in der ersten Halbzeit eine unterirdische Wurfquote, womit die Niederlage auch in dieser Höhe schon frühzeitig abzusehen war. Eine deutliche Steigerung der gesamten Mannschaft nach der Pause sorgte dafür, dass der HSV dennoch erhobenen Hauptes das Spielfeld verlassen konnte.

Der Respekt vor dem Spitzenreiter mit dem großen Namen schien sich lähmend auf das gesamte HSV-Team gelegt zu haben. Von Beginn an lief rein gar nichts zusammen bei den Jungs von Thomas Claus, der den verhinderten Trainer Martin Kovar auf der HSV-Bank vertrat. Die Abwehr kam mit den quirligen und variabel anlaufenden Gegnern überhaupt nicht zurecht, im Angriff wurden die Bälle unkonzentriert, unvorbereitet und unplatziert reihenweise verworfen. Acht Fehlwürfe wurden in den ersten elf Minuten registriert. Der erste eigene Treffer gelang in der 12. Minute zum Stand von 1:8.  Doch auch mit dem Erfolgserlebnis zog keine Ruhe ins HSV-Angriffsspiel ein. Während sich die Abwehr stabilisierte und in den nächsten elf Minuten nur fünf Gegentore zuließ, fand vorn kaum ein Ball sein Ziel. Zu allem Überfluss scheiterten Felix Marx und Henning Schmoz noch mit harmlos geworfenen Strafwürfen an den Gäste-Torhütern.  Insgesamt standen im ersten Abschnitt 17 Fehlwürfe und elf technische Fehler beim HSV zu Buche. Immerhin überstanden die Weinböhlaer aber eine doppelte Unterzahl ohne Gegentreffer (26. bis 28. Minute).

Nach dem Wechsel sah man dann eine bessere Gastgeber-Mannschaft. Es wurde weiter aggressiv verteidigt. Nach 38 Minuten sah Franz Schrader für ein Foul nicht nur die Rote Karte, er erhielt auch noch die Blaue gezeigt, was einen Schiedsrichterbericht und eine Sperre nach sich zieht. Diese Bestrafung wurde jedoch kontrovers diskutiert.

Dennoch gingen die HSV-Jungs nicht wie in den vergangenen Spielen unter. Sie kämpften, kamen zu einigen sehenswerten Spielzügen und daraus resultierenden Treffern. Dass gegen die um Klassen besseren und abgezockten Leipziger nicht mehr gelingen konnte, war aber klar. Nach einer dreiwöchigen Pause kann der HSV beim Gastspiel beim ebenfalls noch punktlosen Tabellennachbarn Glauchau-Meerane für das erste Erfolgserlebnis sorgen.

Für den HSV Weinböhla spielten: Paul Röder (Tor), Felix Marx (6), Felix May (3), Simon Brogsitter (2), Henning Schmoz (2), Georg Arnold (1), Philip Büttner (1), Edwin Claus (1), Willi Rodig (1), Willi Häbold, Felix Schmidt, Franz Schrader, Paul Wetzig, Jonas Werner

Fotos: Kai Stiegel

Zum Seitenanfang